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12.04.2018
Berner Oberländer Hoteliers mit neuem Präsidenten
Die Mitglieder des Hotelier-Vereins Berner Oberland haben Stefan Grossniklaus zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Er übernimmt die Nachfolge von Urs Bircher, der in die Verbandsleitung des nationalen Dachverbands hotelleriesuisse wechselte. Im Anschluss an die Mitgliederversammlung folgte der Tag der Berner Oberländer Hotellerie.

Im 4-Sterne-Superior-Hotel The Cambrian Adelboden verabschiedete sich Urs Bircher von den Berner Oberländer Hoteliers. Der Gastgeber des Congress Hotels Seepark in Thun wurde im März 2015 zum Präsidenten des rund 250 Mitglieder zählenden Regionalverbands von hotelleriesuisse gewählt. Mit seiner Wahl Ende November 2017 in die Verbandsleitung von hotelleriesuisse, wird er sich künftig auf nationaler Ebene für die Anliegen der Hoteliers einsetzen.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung Ende März in Adelboden blickte Bircher auf das vergangene Geschäftsjahr und seine präsidiale Amtszeit zurück, die geprägt war mit den Themen Digitalisierung, Fachkräftemangel und Frankenstärke.

Diese Herausforderungen werden die Berner Oberländer Gastgeber auch weiterhin beschäftigen und künftig mit ihrem neuen Präsidenten Stefan Grossniklaus angehen. Die Mitglieder des Regionalverbandes wählten den Direktor des Aspen Alpin Lifestyle Hotels in Grindelwald als Nachfolger von Urs Bircher.

Unternehmerischer Mut und Muster brechen
Im Anschluss an die Stabsübergabe und den statuarischen Teil folgte am offen geführten «Tag der Berner Oberländer Hotellerie» ein Impulsvortrag von Gastreferent Dirk Osmetz, Gründer und Geschäftsführer des deutschen Managementberatungsunternehmens Musterbrecher zum Thema «Unsicherheit willkommen – warum sich ohne Experimente nichts verändert».

Dem Berater und Hochschuldozent gelang es mit seinem Referat bei den anwesenden rund 95 Hoteliers, Touristikern und Gästen aus Wirtschaft sowie Politik Neugier und Experimentierlust zu wecken.

Bei der nachfolgenden Podiumsdiskussion fragte Moderatorin und Snowboard-Cross-Olympiasiegerin von 2006 Tanja Frieden ihre Gesprächspartner nach ihren Erfahrungen mit Experimenten und dem Umgang mit Unsicherheiten.

Für Caroline Ogi, Gastgeberin im Hotel Schönegg in Wengen, ist Ausprobieren ein fester Bestandteil der Arbeit. «Die Gästebedürfnisse verändern sich ständig und verlangen, dass wir uns kreativ und blitzschnell darauf einstellen.» Auch Chris Rosser, Direktor des Hotels Schützen in Steffisburg und Präsident der Hotelkooperation Frutigland, schlägt gerne neue Wege ein. «Klar, wenn man etwas Neues ausprobiert, macht man Fehler. Aber es sind gerade die Fehler, die uns weiterbringen.»

Um Veränderungen anzustossen, greift hotelleriesuisse-Direktor Claude Meier auch zu unkonventionellen Mitteln. So motivierte er beispielsweise die Verbandsleitung, die neue Strategie von hotelleriesuisse mit Knetmasse zu visualisieren. «Die Begeisterung hielt sich zunächst in Grenzen. Zum Schluss lobten alle das ungewohnte Vorgehen.»

Chris Rosser, Caroline Ogi und Claude Meier waren sich einig: Muster brechen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Eine, für die sich alle Beteiligten bewusst Zeit nehmen. Und eine, die sich mehr als lohnt. Denn sie bringt immer wieder überraschend einfache und wirksame Lösungen hervor – etwa die Lärmsäule von Chris Rosser, die den Restaurantgästen jeweils anzeigt, wenn es an lauen Sommerabenden auf der Terrasse etwas zu hoch zu- und hergeht.

Abgerundet wurde der Event mit einem Networking-Lunch, wo sich die Anwesenden untereinander austauschten und dem neuen Präsidenten zur Wahl gratulierten. (htr)

  
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