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24.02.2017
Gasthof Sternen in Walchwil sucht neuen Gastgeber
Aus gesundheitlichen Gründen müssen Heimo Franz und Sandra Anliker den «Sternen» in Walchwil aufgeben. Die beiden Gastgeber führten das Traditionsrestaurant am Zugersee seit 2015 und erhielten für ihre Küche 14-Gault-Millau-Punkte.

Sie haben am 1. November 2015 im «Sternen» Walchwil kein leichtes Erbe angetreten. Denn: René und Christine Weder haben zuvor das Zuger Traditionsrestaurant mit 16 Gault-Millau-Punkten in den Gourmet-Sternenhimmel gekocht. Doch Sandra Anliker (50) und Heimo Franz (53) überraschten die Kritiker und sorgten gleich in ihrem ersten Jahr dafür, dass «der schönste Gasthof am Zugersee mit 14 Punkten», wie Gault-Millau schreibt, «eine Gourmet-Adresse bleibt».

Ende März muss das Wirte-Duo das Restaurant jedoch aufgeben. Leider sei es den munteren Gastgebern nicht vergönnt, ihre Gäste weiter verwöhnen zu dürfen, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. «Ich habe die Eigentürmer gebeten, unseren Vertrag frühzeitig und ausservertraglich aufzulösen», erklärt Heimo Franz den überraschenden Schritt. «Gesundheitliche Gründe zwingen mich zur Aufgabe. Es ist mir nicht möglich, die Pacht weiterzuführen – leider. Ich bedaure dies sehr.» Am 31. März 2017 bewirten Heimo Franz und Sandra Anliker ihre Gäste zum letzten Mal.

Mit 14 Punkten gestartet
Mit hochwertigen Produkten die Neugier wecken und die Gäste begeistern, dies ist bis zum letzten Tag das Anliegen der beiden Gastgeber. Dies wussten auch die Tester von Gault-Millau zu schätzen. Im Testbericht heisst es dazu: «Heimo Franz und Sandra Anliker halten den prächtigen Landgasthof mit der Terrasse direkt am Zugersee in den Gault-Millau-Punkten. Sie punkten mit ihrer jungen Küchenbrigade mit Hecht, Röteli, Hirsch-Ragout und einem grandiosen Pulposalat. Startkapital? 14 Punkte.»

Eigentümer haben Verständnis
Auch die Eigentümer des «Sternens» bedauern diesen Schritt natürlich sehr, zeigen jedoch Verständnis dafür. «Es ist für uns selbstverständlich, dass wir Hand zu diesem Schritt bieten. Wenn wir damit einen Beitrag zur Genesung leisten können, dann tun wir dies gerne. Wir wünschen Heimo Franz alles Gute.»

Wie es nach dem 31. März 2017 weitergeht, sei noch offen. Die Eigentümer betonen, dass man den Gasthof in Walchwil unbedingt in seiner Eigenart erhalten wolle. Die Suche nach Nachfolgern sei jedenfalls bereits erfolgt. (htr/npa)

  
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