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auszeichnung
10.11.2017
Swiss Mountain Award für innovative Beschneiungsanlage
Im Rahmen der Generalversammlung des Branchenverbands Seilbahnen Schweiz (SBS) wurde der Swiss Mountain Award vergeben. Die Auszeichnung ging an die Firma Bächler Top Track für ihren Schneeerzeuger NESSy ZeroE. Das Beschneiungssystem erzeugt Schnee ohne Strom.

Höhepunkt der Generalversammlung der Seilbahnen Schweiz (SBS) vom vergangenen Donnerstag in Leysin war die Verleihung des siebten Swiss Mountain Awards. Diesen nationalen Anerkennungspreis vergibt SBS in der Regel alle zwei Jahre.

Der Branchenverband zeichnet damit herausragende, innovative Leistungen oder Projekte in der schweizerischen Seilbahnbranche aus. Der Preis ist mit 10'000 Franken dotiert. Für die Endauswahl 2017 hatte die Jury drei Projekte nominiert. Aus diesem Trio wurde schliesslich der Sieger erkoren: der Schneeerzeuger NESSy ZeroE der Firma Bächler Top Track AG aus Emmenbrücke.

«NESSy ZeroE» ist das erste Beschneiungssystem, das ohne Strom und Kompressor funktioniert. Den für die Eiskristallbildung nötige Luftdruck erzeugt die Anlage selber aus dem Druck, den das Wasser durch das Gefälle zwischen dem Speichersee und der Schneilanze aufbaut. Ermöglicht wird dies durch ein Verfahren, das die Kleinunternehmung Bächler Top Track AG aus Emmenbrücke entwickelt und patentiert hat.

Jurypräsidentin Monika Bandi Tanner, Leiterin der Forschungsstelle Tourismus der Universität Bern, strich in ihrer Laudatio hervor, dass technische Beschneiung heute nicht mehr wegzudenken sei im Schneesportgeschäft. Gleichzeitig sei die Natur quasi der Rohstoff für den alpinen Tourismus. Wenn nun die Industrie für die technische Beschneiung mittlerweile ein System anbieten könne, das ausser Wasser, kalter Luft und einem bestimmten Gefälle nicht einmal mehr Strom benötige, sei dies eine Win-Win-Situation: einerseits für die Umwelt dank der Ressourceneffizienz, andererseits für die Bergbahnunternehmung, die so unter dem Strich Kosten sparen könne. Dass «NESSy ZeroE» den Schnee zudem besonders geräuscharm produziere, sei ein weiterer Pluspunkt, so die Juryvorsitzende.

Der Druck bleibt hoch
Gut 300 Personen haben an der Generalversammlung am Donnerstagnachmittag teilgenommen. Die Versammlung genehmigte unter anderem die neue Verbandsstrategie und bestätigte Philipp Holenstein (Graubünden), Sepp Odermatt (Zentralschweiz) und Roger Walser (Ostschweiz) für eine weitere Amtsdauer im Vorstand von SBS.

SBS-Präsident und Nationalrat Dominique de Buman wies in seiner Ansprache auf die sehr herausfordernden Zeiten hin, in denen sich der alpine Tourismus in der Schweiz aktuell befinde. Erfreulicherweise gebe es in jüngster Zeit jedoch Anzeichen für eine leichte Entspannung der Situation, so de Buman. «Dass der Schweizer Franken gegenüber dem Euro in den letzten Monaten schwächer geworden ist, vergünstigt die Schweiz-Ferien für Gäste aus dem Euroraum spürbar», so der SBS-Präsident.

Die Schweiz habe so wieder etwas bessere Karten, doch der Druck bleibe hoch – die Schweizer Seilbahnunternehmungen seien enorm gefordert, vor allem im Wintergeschäft. Umso wichtiger sei, dass sich das Sommergeschäft sehr gut entwickle. Insbesondere die Innerschweiz mit den «Leuchttürmen» Pilatus, Titlis und Rigi, die Jungfrauregion oder auch Zermatt seien «sehr gut unterwegs», so Dominique de Buman. (htr/npa) 

 

  
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