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wettbewerb
28.09.2017
Fair-Preis-Initiative dürfte zustande kommen
Die «Fair-Preis-Initiative», eine politische Kampfansage gegen die Hochpreisinsel Schweiz, dürfte zustande kommen. Laut Angaben des Initiativkomitees sind bereits 121'000 Unterschriften zusammengekommen.

Laut dem Initiativkomitee befindet sich die «Fair-Preis-Initiative» auf gutem Weg: Beglaubigt seien bisher knapp 90'000 Unterschriften. Im Dezember dieses Jahres sollen die beglaubigten Bögen bei der Bundeskanzlei deponiert werden. Die Unterschriften kamen damit bereits innerhalb von zwölf Monaten zusammen. Die Sammelfrist läuft offiziell noch bis Mitte März 2018.

Im Trägerverein der Initiative vertreten ist auch hotelleriesuisse. Der Dachverband der Schweizer Hotelbetriebe sammelte alleine am nationalen Sammeltag am 8. September 2017 über 2500 Unterschriften. Zudem ist hotelleriesuisse-Präsident Andreas Züllig im Initiativkommitee vertreten. Er weist noch einmal auf die Relevanz der Initative für die Schweizer Hotellerie hin: «Da Schweizer Hotels bereits deutlich teurer als Hotels in den benachbarten Ländern sind, bemüht sich hotelleriesuisse um Kostensenkungen zur Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Die Fair-Preis-Initiative ist eine gute Möglichkeit auf diesem Weg».

Die Initiative will in Zukunft missbräuchliche Schweiz-Zuschläge für im Ausland hergestellte Produkte unterbinden und so im Inland für günstigere Preise sorgen. «Die Schweiz ist seit langer Zeit eine Hochpreisinsel: Für identische Importprodukte müssen wir in unserem Land oft deutlich mehr bezahlen als Käufer im benachbarten Ausland», sagte die Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS), Prisca Birrer-Heimo, im Herbst 2016 bei der Lancierung des Volksbegehrens. Dabei seien die höheren Preise in der Schweiz nur in geringem Mass auf die höheren Kosten zurückzuführen. Die Konzerne würden die Preise künstlich hoch halten.

Konsumentenschützer, Hotellerie, Gastronomie und Wirtschaftsverband vereint
Hinter der Initiative «Stop der Hochpreisinsel - für faire Preise», stehen unter anderem die Stiftung für Konsumentenschutz, hotelleriesuisse, Gastrosuisse und der Wirtschaftsverband Swissmechanic, der 1400 KMU in der Maschinen-, Elektro- und Metallbranche vereint. Im Initiativkomitee sitzen Politiker aus allen politischen Lagern. Dazu zählen SP-Ständerätin Anita Fetz (BS), CVP-Nationalrat Fabio Regazzi (TI), SVP-Ständerat Hannes Germann (SH) und alt FDP-Ständerat Hans Altherr (AR).

Hans Altherr hatte den Kampf gegen die Hochpreisinsel mit einer parlamentarischen Initiative aufgenommen, nachdem eine Verschärfung des Kartellgesetzes im Parlament gescheitert war. Er befürchtet aber, dass die Angelegenheit auf die lange Bank geschoben wird und erachtet deshalb die Initiative selber als zwingend notwendig. Dabei ist auch der frühere Preisüberwacher Rudolf Strahm. (sda/htr/og)

  
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