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abstimmungen
23.03.2018
hotelleriesuisse lehnt «Vollgeld»-Initiative ab
Die Verbandsleitung von hotelleriesuisse stellt sich gegen die «Vollgeld»-Initiative, die am 10. Juni an die Urne kommt. Eine Annahme der Initiative würde Investitionen in der Schweizer Hotellerie gefährden und hätte eine Kreditklemme für die KMUs zur Folge, warnt der Branchenverband.

Die Volksinitiative «Für krisensicheres Geld: Geldschöpfung allein durch die Nationalbank», kurz: «Vollgeld»-Initiative, hätte gravierende Auswirkungen auf das Schweizer Finanzsystem, argumentiert hotelleriesuisse in ihrer verfassten Nein-Parole zur bevorstehenden Abstimmung.

Vollgeld würde den Banken verbieten, mit dem Geld auf Zahlungskonten zu arbeiten. Das würde Finanzdienstleistungen, Hypotheken und Kredite verteuern. Die Folge wäre eine Kreditklemme für die KMU, aber auch für potenzielle Immobilienbesitzer. Damit würden auch benötigte Kredite für die Hotellerie noch schwieriger zu bekommen sein oder sogar verunmöglicht werden, warnt der Verband.

Sinkende Investitionen wären die Folge. Dies sei vor dem Hintergrund eines Investitionsrückstands in der Hotellerie und einem starken internationalen Wettbewerb umso dramatischer. Ausserdem sei davon auszugehen, dass die Banken ihre fehlenden Finanzierungsmöglichkeiten durch zusätzliche Gebühren und steigende Hypothekarzinsen auf ihre Kunden abwälzen würden, was auch die Hotellerie zusätzlich belasten würde.

Weiter kann eine Bank vor Ort, mit der oft eine langjährige Geschäftsbeziehung besteht, besser einschätzen, ob eine Kreditvergabe gerechtfertigt ist, als die Zentralbank in Bern, hält der Branchenverband weiter fest.

Aus all diesen Gründen habe die Verbandsleitung von hotelleriesuisse für die Abstimmung vom 10. Juni 2018 einstimmig die Nein-Parole beschlossen, heisst es weiter. Der Verband stellt sich damit auf Ebene des Bundesrats und Parlaments, welche die Initiative ebenfalls zur Ablehnung empfehlen. Diese warnen vor einem gefährlichen und unnötigen Experiment.

Nicht begeistert ist auch die Nationalbank. «If it's not broken, don't fix it», sage Nationalbank-Präsident Thomas Jordan – «Wenn etwas nicht kaputt ist, repariere es nicht». (htr/sda/npa)

  
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