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landwirtschaft
29.09.2017
Nationalrat verlangt Unterstützung bei Frostschäden
Bund und Kantone sollen weitere Massnahmen ergreifen, um den von Frostschäden betroffenen Landwirten zu helfen. Der Nationalrat hat am Freitag einer Motion von Jacques Bourgeois (FDP/FR) stillschweigend zugestimmt.

In zahlreichen Regionen der Schweiz habe der Frost im April sehr grosse Schäden angerichtet, schreibt Bourgeois in dem Vorstoss. Angesichts dieser aussergewöhnlichen Lage solle der Bundesrat mit Hilfe der Kantone nach Möglichkeiten suchen, um den betroffenen Obst- und Weinbauern zu helfen.

Als Massnahmen schlägt Bourgeois die Gewährung zinsloser Darlehen oder ein Aufschub der Rückzahlung von Investitionskrediten vor. Ferner soll der Bundesrat auch Härtefällen Rechnung tragen. Vertieft abgeklärt werden müsse, ob der Staat künftig teilweise für die Versicherungsprämien gegen witterungsbedingte Risiken aufkomme. In Nachbarländern übernehme der Staat zwischen 60 und 65 Prozent der Prämien.

Der Bundesrat zeigte sich einverstanden mit der Motion. Der Bund sei bereits kurz nach den Frostnächten in Kontakt getreten mit den am stärksten betroffenen Verbänden und Kantonen, schreibt er in der Antwort. Noch sei nicht abschliessend geklärt, wie hoch die effektiven finanziellen Einbussen ausfielen.

Je nach Situation der betroffenen Betriebe gäbe es verschiedene Möglichkeiten. Mögliche Härtefälle würden im Einvernehmen mit privaten Organisationen geprüft. Langfristig will der Bundesrat prüfen, wie die Landwirtschaft vor den Risiken von Naturschäden besser geschützt werden kann. Dies soll im Rahmen der Agrarpolitik für die Zeit nach 2022 geschehen. Als nächstes behandelt der Ständerat die Motion. (sda/dst)

  
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