Die Stadtzürcher Stimmberechtigten können sich zu den Plänen für ein Kongresshaus auf dem heutigen Carparkplatz äussern. Die Verantwortlichen der Initiative «Neue Arbeitsplätze anstatt Carparkplätze» haben am Mittwoch vor dem Rathaus die Unterschriftenbögen an Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart (Grüne) übergeben. Es kamen rund 3700 Unterschriften zusammen, wie die IG Kongress-Stadt Zürich mitteilte. Nun müssen die Unterschriften auf ihre Gültigkeit hin überprüft werden. Sind 3000 gültig, findet die Abstimmung statt.

Die Initiative verlangt, dass der Carparkplatz neben dem Zürcher Hauptbahnhof umgezont wird und zwar in eine Zentrumszone mit Gestaltungsplanpflicht. Darauf stellt sich die IG ein Kongresszentrum und Hotelzimmer sowie einen Park mit Verbindung zum Platzspitz vor. Das Land soll den privaten Investoren von der Stadt im Baurecht abgegeben werden.

Hinter der Initiative stehen FDP, SVP, CVP sowie zahlreiche Wirtschaftsverbände und Unternehmen – insbesondere die Hotellerie. Präsident des Initiativkomitees ist der frühere SP-Stadtpräsident Elmar Ledergerber. Die Initiative ist die Antwort auf eine Motion, die der Zürcher Gemeinderat im vergangenen September überwiesen hat. Die Ratslinke wollte damit einen Prozess in Gang setzen, um eine «quartierverträgliche Entwicklung» im Bereich des Carparkplatzes zu erreichen. Das Areal sei ein «städtebaulich wichtiger Ort». Für die Motionäre ist ein Kongresszentrum nicht quartierverträglich.

Dass genügend Unterschriften zusammengekommen seien, zeige, dass die Stadtzürcher Bevölkerung diesem Schlüsselprojekt mit Sympathie gegenüberstehe, teilte die IG weiter mit. Die Stimmberechtigten hätten nun die Möglichkeit zu entscheiden, was auf dem wertvollen und gut erschlossenen Areal realisiert werden soll: «ein Leuchtturmprojekt für Stadt und Region oder von der Stadt subventionierter günstiger Wohnungsraum für wenige», schreiben die Initianten.

 

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