40 Prozent der täglich zurückgelegten Strecken gehen auf das Konto des Freizeitverkehrs, wie das Bundesamt für Raumentwicklung am Mittwoch mitteilte. Das hat sich in letzter Zeit kaum verändert: Im Inland waren Schweizer gegenüber vor zehn Jahren durchschnittlich pro Tag einen Kilometer weniger weit und 8 Minuten weniger lang zu Mussezwecken unterwegs.

Dafür war man öfter und länger im Ausland auf Tour. 2015 legten Schweizer ab dem Schulalter durchschnittlich 15'300 Kilometer im Jahr für die Freizeit zurück. 2005 waren es noch nicht einmal 12'000 Kilometer.

Die Anzahl der Reisen mit Übernachtung stieg zwar nur leicht von 2,4 auf 2,6, aber die zurückgelegten Distanzen nahmen erheblich zu. Durchschnittlich wurden für Reisen mit Übernachtung jährlich 900 Kilometer mehr zurückgelegt als vor zehn Jahren.

Dieser Anstieg von 50 Prozent ist auf den Flugverkehr zurückzuführen: Heute leistet sich jeder fast doppelt so viele Flugreisen als noch vor zehn Jahren (im Schnitt 0,7 jährlich gegenüber damals 0,4) – und vor allem längere: 2015 legten Flugreisende 5671 Kilometer zurück gegenüber 2438 im Jahr 2005, ein Anstieg von 123 Prozent.

Besonders reiselustig sind gemäss Statistik die 19- bis 24-Jährigen. Sie steigerten ihre Reisedistanz in den letzten zehn Jahren im Mittel um 1200 Kilometer jährlich - gegenüber 900 Kilometer der Durchschnittsbevölkerung. (sda)