Ipeakinfosystems, ein Schweizer Anbieter für digitales Marketing und Kommunikationsmanagement,hat in Zermatt die weltweit erste destinationsübergreifende Kommunikations- und Marketingplattformnamens Tweebie vorgestellt. Tweebie soll es Leistungserbringern von ganzen Tourismusregionen ermöglichen,direkt mit ihren Gästen zu kommunizieren und so deren Bedürfnisse personalisiert und zeitnah abzudecken.

Am Pilotprojekt wirken die Destinationen Zermatt, Pontresina und Grindelwald sowie die DepartementeWirtschaft und Informatik der Hochschule Luzern mit. Bald soll Tweebie die Interaktion mit dem Gast ermöglichen undihm dank eines lernenden Algorithmus individualisierte Empfehlungen geben. Ab sofort einsetzbar sei Tweebie alsInformationshub für alles, was in den Destinationen läuft, heisst es in einer Medienmitteilung von Ipeaksystems.

Tweebie soll die Angebote verschiedener Leistungserbringer wie beispielsweise Hotels,Restaurants, Bergbahnen und Freizeitinstitutionen kombinieren und tagesaktuelle Informationen an die Gäste liefern. Diesekönnen dann laut Ipeaksystems von einer Plattform auf alle Destinationen zugreifen, die jetzt und künftig bei Tweebie mitmachen.Einsehbar seien die Informationen per App sowie über grossformatige Touchscreens und Tablets bei denteilnehmenden Leistungserbringern. Laut der Medienmitteilung wird die App bald erhältlich sein im Store für iPhoneund Android.

Von den Destinationen – für die Destinationen
Raoul Julen, CEO von Ipeaksystems, erzählt, wie alles begann: «Wir wollten von den Leistungserbringern wissen, wo ihrSchuh drückt. Eine Entwicklung ist ja, dass in diesen für den Tourismus schwierigen Zeiten ganze Regionen näherzusammenrücken, um wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben. Richtig eingesetzt, hilft ihnen dabei die Digitalisierung.Die Frage war aber, wie soll diese Unterstützung aussehen? Also luden wir Tourismusvertreter an einen rundenTisch.»

Dort ist vor knapp drei Jahren die Idee zu Tweebie entstanden. Jan Steiner, Tourismusdirektor vonPontresina, begrüsst bei Tweebie die Möglichkeit für Leistungserbringer, die Weiterentwicklung der Plattformmitzugestalten: «Unsere Leistungserbringer sind letztes Jahr auf mich zugekommen mit dem Bedürfnis einereinheitlichen Kommunikationslösung für die Destination. Meine Recherchen haben mich zu Tweebie geführt unddann ging alles sehr schnell: Wir arbeiten jetzt in regelmässigen Feedbackmeetings an der Plattform mit und sindbegeistert.»

Digitaler Reisebegleiter
Im Slogan «Tweebie – Your Travelmate» klingt der Nutzen für den Gast an: Die Plattform soll den Gast vor,während und nach seinem Aufenthalt mit Informationen begleiten, ohne dass er dafür ständig auf verschiedene Apps undWebsites zugreifen muss. Für die teilnehmenden Leistungserbringer liege der Vorteil von Tweebie in derMöglichkeit, eigene aktuelle Angebote auf Tweebie zu stellen und damit die Gästebeziehung stärker zu pflegen.

Hotelier Frank Schilling, Direktor des Hotels Butterfly in Zermatt, gehört zu denjenigen Leistungserbringern, dieam Pilotprojekt für Tweebie mitgewirkt haben. «Die Idee, die Bedürfnisse des Gastes und die Angebote vonbeliebig vielen Destinationen in einer einzigen Plattform unterzubringen, hat uns begeistert. Wenn der Gast aufihn zugeschnittene Inhalte erhält, profitieren beide Seiten», so der Hoteldirektor.

Clevere Daten

Die Tourismusbranche generiert zwar riesige Mengen an Daten über Gäste und Touristen. Laut Aussage von Ipeaksystems gab es jedoch bis jetztkein System, das die Daten einer ganzen Tourismusregion sammelt, in geeigneter Form weiterverarbeitet undeffizient nutzt. Hier will Tweebie ansetzen. Leistungserbringern stünden damit neue Wege offen, um langfristige Gästebeziehungen zuetablieren und die Zielgruppen während der gesamten Customer Journey personalisiert anzusprechen. Tweebietue dies, indem die Plattform die gesammelten Daten mit einem intelligenten Algorithmus verknüpft. Dies soll ineinigen Monaten realisiert werden.

Wissen, was der Gast will, dank lernenden Algorithmen

Ab der Wintersaison 2017/18 solle der Gast auf einfache und schnelle Weise seinen gesamten Aufenthalt in den Tweebie-Destinationen organisieren können. Er soll dann Buchungen tätigen, Tickets kaufen, den Leistungserbringern sein Feedbackgeben und mit diesen oder anderen Tweebie-Nutzern direkt in Kontakt treten können. Auch ein automatischesGästemeldewesen und eine digitale Gästekarte sind in Planung. Und dank des lernenden Algorithmus werde derGast, sofern er dies wünscht, zur richtigen Zeit mit den für ihn passenden Informationen und Angeboten bedient. (htr/og)