Die Zahl der Aussteller auf der Uhren- und Schmuckmesse Baselworld hat sich halbiert, was sich auch auf die Einnahmen der MCH Group auswirkt. Grund für den Einnahmerückgang sei aber nicht nur die Verkleinerung, «sondern auch, weil wirService- und Preisanpassungen gemacht haben», sagte MCH-Chef RenéKamm am Freitag in einem Interview mit der Zeitung «Finanz undWirtschaft» gemäss Vorabdruck.

Die Konsolidierung in der Uhrenbranche gehe weiter. «In ein paarJahren wird es vielleicht noch fünfzig Schweizer Uhrenmarken geben.Früher existierten einmal über 600 Marken. Auch die Zahl derHändler wird sich reduzieren», sagte Kamm. Die Handelsstruktur ändere sich, speziell in Asien. Es gebeOnlinekanäle, die nun auch von etablierten Marken genutzt würden,die vor zwei Jahren noch nichts davon hätten wissen wollen.

Gewinn halbiert
Dadurch sei die Vielfalt der Baselworld in Frage gestellt. «2019wird die Messe nochmals anders aussehen als dieses Jahr. Sie nurweiter zu verkleinern, wäre aber unbefriedigend und würde zu einemnegativen Image führen», sagte der MCH-Chef. «Wir werden deshalb inden nächsten Jahren konzeptionell etwas grundlegend ändern müssen.Was konkret, kann ich noch nicht sagen.»

Insgesamt bleibt die Messegruppe unter Druck: «Wir haben imSeptember anlässlich des Halbjahresberichts geschrieben, dass sichder Gruppengewinn 2017 gegenüber dem Vorjahr mindestens halbierenwird. Das Jahr 2018 wird ebenfalls schwierig werden. Aber ich binzuversichtlich, dass wir ab 2019 aufgrund der vielen Initiativenwieder eine positive Ergebnisentwicklung haben werden», sagte Kamm. (sda/og)