Das Kloster Engelberg kann sich also über voraussichtlich guten Bielerseewein freuen - bei Burkhardt handelt es sich um jenen Mann, den das Innerschweizer Kloster mit der Bewirtschaftung des kürzlich vom Kloster teilweise zurückgekauften Rebguts Engelberg beauftragt hat.

Burkhardt gewann im Wettbewerb des Kantons Bern nicht nur den Titel «Bester Winzer». Er schwang auch in der Kategorie «Bester Berner Wein/Chasselas» obenaus, wie der Kanton Bern am Freitag mitteilte.

Weitere Gewinner sind Adrian Klötzli aus Twann in der Kategorie «Weisse Spezialität», Martin Hubacher aus Twann in der Kategorie «Sauvignon blanc», Erich Andrey aus Ligerz in der Kategorie «Pinot noir» und Stephan Marti aus Ligerz in der Kategorie «Rote Spezialität».

Die Preisträger wurden am Freitag an einer Veranstaltung in Twann von Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann mit einem Diplom geehrt. Sie dürfen die Bezeichnung «Berner Wein des Jahres 2017»für die Vermarktung verwenden.

Mit dem Wettbewerb wollen die kantonale Volkswirtschaftsdirektion und die Rebgesellschaften des Kantons Bern die Produktion und den Absatz von Qualitätsweinen im Kanton Bern fördern. Die Prämierung der besten Berner Weine war 2007 noch unter dem Namen «Berner Staatswein» lanciert worden.

Guter Jahrgang in Sicht
Ammann begrüsste in Twann das Engagement der Berner Winzerinnen und Winzer, nachhaltigen und ökologischen Weinanbau zu betreiben - auch dann, wenn die äusseren Umstände schwierig seien. So sei 2017 im Rahmen des Berner Pflanzenschutzprojekts schon auf über 50 Prozent der Berner Rebbaufläche auf den Einsatz von Herbiziden verzichtet worden, heisst es in der Mitteilung.

Die Prognose für die Berner Weinernte 2017 ist laut dem Kanton Berngut: Der frühe Austrieb und die guten Witterungsbedingungen von Mai bis Juli im Hauptanbaugebiet Seeland seien ausgezeichnet für das Wachstum der Trauben gewesen. Viel Sonne und Trockenperioden hätten dazu geführt, dass die Reben und die Trauben bisher gesund seien.Der Druck von Pilzkrankheiten sei gering. Eine Ausnahme bildet die Region Thunersee, die stark vom Frost im April betroffen war, sowie die Region Erlach, die im Juli Hagelschäden zu verzeichnen hatte. (sda/dst)