Booking.com, bis vor Kurzem eines der profitabelsten Unternehmen in den Niederlanden, hat um staatliche Unterstützung gebeten, da die Zahl der Buchungen laut den Zeitungen Volkskrant und Financieele Dagblad gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent zurückgegangen ist.

Die weltweit tätige, zur US-amerikanischen Booking Holdings (vorm. Priceline) gehörende Buchungsplattform habe um Hilfe bei der Bezahlung der Gehälter für seine 5'500 Mitarbeitenden in den Niederlanden gebeten. 48 Kundendienstmitarbeitende, die sich noch in der Probezeit befanden, seien entlassen worden, da die Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf den Tourismus weiter zu spüren seien, schreibt die «Volkskrant».Das Unternehmen ist ein wichtiger Arbeitgeber in Amsterdam mit einer IT-Belegschaft, die 80 verschiedene Nationalitäten umfasst. Nach Angaben der Zeitung liegt das Durchschnittsgehalt in dem holländischen Betrieb bei 47'000 Euro pro Jahr.

Nach Recherchen des Financieele Dagblad (FD) sei Booking.com bisher recht profitabel unterwegs gewesen. Im Jahr 2019 kaufte das Unternehmen 8 Milliarden Dollar (7,36 Milliarden Euro) an eigenen Aktien zurück. Die Online-Plattform erzielte im vergangenen Jahr Gewinne in der Höhe von fast 5 Milliarden Dollar (4,6 Milliarden Euro).

Die Lage  im Gastgewerbe sei mit einem Rückgang der Hotelzimmerbuchungen und deutlich gesunkenen Preisen aufgrund der Coronaviruskrise sei trostlos, Nun sei die Lage im Gastgewerbe aufgrund der Coronavirus-Krise mit einem Rückgang an Hotelzimmerbuchungen um 85 Prozent und deutlich gesunkenen Preisen trostlos.

Aufgrund der aktuellen Situation hat das 1996 in Enschede gegründete Unternehmen in den letzten Wochen bereits vier Milliarden Dollar (3,68 Milliarden Euro) aufgenommen. Das Unternehmen sei zuversichtlich, dass es mit Hilfe der Regierung über genügend Liquidität verfügt, um bis Ende 2021 bestehen zu können. (htr)