Durch die baulichen Anpassungen sollen Bahnhöfe behindertengerecht und sicherer werden.Die Investition kündigte BAV-Direktor Peter Füglistaler in der «Rundschau» des Schweizer Fernsehens SRF an, wie der Webseite von Radio und Fernsehen SRF zu entnehmen war. Bereits in der laufenden Leistungsvereinbarung (LV) zur Bahninfrastruktur zwischen dem Bund und den Bahnen stellt der Bund rund zwei Milliarden Franken für Anpassungen an Bahnhöfen bereit, wie es dazu beim BAV auf Anfrage hiess.

Ein Betrag in der gleichen Grössenordnung soll dem Parlament für die nächste Periode unterbreitet werden. Ein Grossteil der Mittel werde für Anpassungen im Sinne des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) eingesetzt. Dieses hat zum Ziel, dass Personen mit Behinderungen oder altersbedingten Einschränkungen den öffentlichen Verkehr möglichst selbständig nutzen können. Es gehe aber auch um bauliche Massnahmen aus Sicherheitsgründen oder wegen Kapazitätsengpässen.

Zusätzliche Mittel will der Bund für die Sanierung grösserer Knotenbahnhöfe im Rahmen des Bahn-Ausbauschritts 2030/35 zur Verfügung stellen. Im Herbst soll die Vernehmlassung zu diesem Ausbauschritt eröffnet werden.Das 2003 in Kraft getretene BehiG soll bei Bauten, Anlagen und Fahrzeugen im Jahr 2023 umgesetzt sein.

Gemäss Zahlen des BAV waren Ende2016 von 1800 Schweizer Bahnhöfen rund 630 (35%) barrierefrei. Da es sich dabei hauptsächlich um grössere Bahnhöfe handelt, profitieren 64 Prozent der Reisenden davon.Etwa ein Viertel aller Bahnhöfe, über die rund 15 Prozent der Reisenden verkehren, dürfte nicht baulich angepasst werden. Diese Stationen sollen aber barrierefrei ausgestaltet werden, indem Hilfestellung durch Personal oder Alternativ-Verbindungen angeboten werden. (sda/og)