Der Bund greift damit den exportorientierten KMU unter die Arme, die aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten und des anhaltend schwachen Euros über wenig Investitionskapital verfügen.

Unter den regulären Bedingungen der Kommission für Technologie und Innovation(KTI) müssen die Unternehmen bei einem Innovationsprojekt einen Anteil von mindestens 50 Prozent der Gesamtprojektkosten übernehmen und davon zehn Prozent des bewilligten Bundesbeitrages als Barbeitrag an die Arbeitsleistung des Forschungspartners einbringen.

Der Bundesrat will nun, dass die Minimalbeteiligung von 50 Prozent auf 30 Prozent reduziert wird. Wie bereits in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres soll den Unternehmen zudem der Barbetrag erlassen werden, wie die KTI am Mittwoch in einer Mitteilung schrieb.

Bereits 100 Innovationsprojekte gefördert
Mit dieser Massnahme konnten bis Ende 2015 knapp 100 Innovationsprojekte von der KTI genehmigt und mit Bundesbeiträgen von rund 36 Millionen Franken ausgestattet werden. Weitere 100 Projekte würden bis Ende Februar von Experten beurteilt. Es wird erwartet, dass davon rund 50 bewilligt werden.

Als dritter Schwerpunkt der Sondermassnahmen sollen vermehrt Mentoren, die Unternehmen bei Investitionsprojekten unterstützen, eingesetzt werden.

Im Rahmen des Nachtragverfahrens zum Voranschlag 2016 muss das Parlament nun über den Betrag von 61 Millionen Franken befinden. Die Finanzierung erfolgt durch Verschiebungen von finanziellen Mitteln innerhalb des Vierjahresbudgets des Bereichs für Bildung, Forschung und Innovation. (sda/it)