Bereits seit fünf Jahren betreibt die Brunni-Bahnen Engelberg AG ihre Transportanlagen mit Strom aus nahezu CO2-freier Wasserkraft. Im Jahr 2016 wurde eine Solaranlage mit 27 kWp in Betrieb genommen. Nun geht die Bergbahnunternehmung einen Schritt weiter und wird ab dem Sommersaisonstart am 5. Mai 2018 klimaneutral.

Der Klimawandel stellt eine der grössten Herausforderungen für Bergbahnen im Alpenraum dar. Als Ausflugsgebiet an sonniger Lage und mittlerer Höhe sind die sich verändernden Umweltbedingungen auch für die Brunni-Bahnen spürbar. Dank der technischen Beschneiung konnten zwar auch schneearme Wintersaisons unbeschadet überstanden werden, der Aufwand zur Sicherung der Wintersaison steigt jedoch stetig an. Auch im Sommer werden vermehrt lange Trockenphasen verzeichnet und die Veränderungen der Gletscherwelt kann vom Ristis aus eindrücklich beobachtet werden.

Die Brunni-Bahnen Engelberg AG hat sich daher entschieden, einen aktiven Beitrag an den Klimaschutz zu leisten. Dank einer ausführlichen CO2-Bilanzierung aller Aktivitäten durch die Stiftung Myclimate konnten die Ursachen von CO2-Emissionen identifiziert und Massnahmen zur Vermeidung und Reduzierung der Treibhausgase getroffen werden. Alle unvermeidbaren CO2-Emissionen – zum Beispiel für die Verpflegung der Gäste oder Treibstoffe für die Pistenfahrzeuge – werden in hochwertigen Klimaschutzprojekten der Stiftung Myclimate kompensiert.

Zusätzlich zu bestehenden Massnahmen sind in diesem Jahr auch Sensibilisierungsaktionen für Schulklassen geplant. Im Rahmen eines Klimatages auf dem Brunni können lokale Schulklassen eigene Projekte für den Klimaschutz umsetzen. «Wir wollen mit unserem Engagement auch ein Signal senden und als Ausflugsgebiet für Familien und Kinder mit gutem Beispiel vorangehen. Wir leisten unseren Beitrag, damit auch noch die übernächste Generation im Brunni Winter mit Schnee und das eindrückliche Panorama mit den Gletschern erleben kann», sagt Thomas Küng, Geschäftsführer Brunni-Bahnen Engelberg AG.

Nachhaltigkeit als Strategie
Die Brunni-Bahnen haben sich in Ihrer Unternehmensstrategie einem nachhaltigen und schonenden Umgang mit den Energieressourcen verschrieben. Ein mittelgrosses Bergbahnunternehmen lässt sich aber heute noch nicht gänzlich ohne CO2-Emissionen betreiben. Der Schritt zur Kompensation der restlichen 347 t CO2-Emissionen war daher die logische Folge der Klimaschutzbemühungen der Brunni-Bahnen Engelberg AG.

Die schweizerische Klimaschutzstiftung Myclimate bestätigt nun, dass Brunni-Bahnen Engelberg AG einen nachhaltigen Beitrag zum freiwilligen Klimaschutz geleistet hat, indem 347.07 Tonnen CO2 in hochwertigen Myclimate-Klimaschutzprojekten kompensiert wurden und zeichnete die Brunni-Bahnen Engelberg AG am 1. Mai 2018 als «klimaneutrales Unternehmen 2018» aus. Damit ist die Brunni-Bahnen Engelberg AG das erste vollständig klimaneutrale Bergbahnunternehmen der Schweiz. (htr/og)