Nach den jüngsten Entscheiden der europäischen Wettbewerbsbehörden, haben die Hoteliers weiterhin keine Möglichkeiten gegenüber den Online Travel Agencies (OTAs) die Preise auf der eigenen Hotelplattform frei zu gestalten. In der Schweiz hat die Wettbewerbskommission (Weko) Anfang November Booking, HRS, Expdia und Co. zwar die wettbewerbsbeschränkenden Klauseln verboten, die Preisparitäts- und Verfügbarkeitsgarantien dürfen die Portale in ihren AGBs zum Teil jedoch weiter verankern. Damit bleibt die unternehmerische Freiheit der Hoteliers fortzu eingeschränkt.

Die am Dienstag durch die Hotrec gestartete Kampagne soll der zunehmenden Abhängigkeit von übermächtigen Buchungsplattformen Gegensteuer leisten. «Der Kerngedanke der Initiative ist, bei Gästen die Angebotsvorteile einer direkten Buchung in Erinnerung zu rufen», sagt Hotrec-Präsidentin Susanne Kraus-Winkler zum Kampagnenstart.

Mit der neu gestarteten Kampagne unterstreiche die Branche, dass das Herstellen eines direkten Kontaktes zwischen Gast und Gastgeber sowie das «Direkte Buchen» besonders deutliche Vorteile für beide Seiten haben. Dabei können alle Fragen und persönlichen Wünsche direkt, vertraulich und effizient besprochen und beantwortet werden. Ein direkter Kontakt stärke – wie überall im Leben – das Vertrauen und die Beziehung zwischen Gast und Gastgeber, schreibt der Unternehmerverband der Schweizer Hotellerie, hotelleriesuisse, in einer Mitteilung.

Der Branchenverband unterstützt wie auch der Wirteverband Gastrosuisse die europaweite Aktion.

Ab sofort steht allen Beherbergungsbetrieben und Gastgebern in Europa das «Direkt Buchen»-Logo in allen «Hotrec»-Sprachen kostenfrei zum Download zur Verfügung. Darüber hinaus werden über einen eigens eingerichteten Online-Shop zusätzliche Merchandising-Artikel wie Aufkleber, Flyer, Aufsteller für eine erfolgreiche Gästekommunikation angeboten. (htr/npa)

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