Die letzten Monate haben die Beherbergungsbranche mit noch nie da gewesenen Herausforderungen konfrontiert. Hotel- und Gastrobetriebe waren von Schliessungen, massivsten Umsatzeinbussen, Liquiditätsengpässen und Planungsunsicherheit betroffen. Nun hat sich die Lage glücklicherweise etwas entschärft. Wie sich die Corona-Krise langfristig auf die Wirtschaft auswirken wird und ob es zu einer zweiten Welle kommt, wird sich erst noch weisen müssen. Umso wichtiger sind nun Strategien, um am Erfolg anzuknüpfen, um innovative und nachhaltige Angebote zu schaffen und aufzuspüren, wohin sich der Tourismus und die Hotellerie entwickeln könnten. Um diesen Diskurs zu fördern, lanciert HotellerieSuisse den Hospitality Summit, der ab nächstem Jahr jeweils im Juni stattfinden wird, erstmals am 15. und 16. Juni 2021.

«Der Schweizer Beherbergungskongress wird zu einem jährlichen Fixpunkt für unsere Mitglieder, Partner und Zulieferer und zu einem Leuchtturm für die Branche werden», sagt Andreas Züllig, Präsident von HotellerieSuisse. «Gerade jetzt gilt es mit einem starken Anlass Strahlkraft zu entwickeln, in Politik und Wirtschaft – über die Branche hinaus», so Züllig.

Bestehende Events bündeln und neu aufgleisen
Der Hospitality Summit, der sich in erster Linie an Entscheidungsträger richtet, ist nicht einfach ein weiterer Event, sondern bündelt und ersetzt bisherige, bis anhin übers Jahr verstreute Veranstaltungen von HotellerieSuisse in anderer Form. So etwa den Tag der Hotellerie und den Hotelmarketingtag. Auch die Sommerdelegiertenversammlung von HotellerieSuisse findet in diesem Rahmen statt. Weiter wird mit der Galaveranstaltung «Hotelier des Jahres» auch ein gesellschaftlicher Höhepunkt geboten.

HotellerieSuisse will mit dem Hopsitality Summit Aktualität, Relevanz und Qualität bieten. So werden sich Keynote-Referate und moderierte Podien relevanten Fragestellungen widmen. Die Referenten und Gäste werden einerseits nationale und internationale Profis aus der Hospitality-Branche sein, andererseits aber auch Persönlichkeiten aus anderen Bereichen sowie Horizont erweiternde Querdenker. Break-out-Sessions vertiefen die Themen mit Fokus auf Mehrwert und Nutzen für die Teilnehmenden. Daneben wartet der Event mit verschiedenen Gefässen zum Wissenstransfer auf. Nicht zu kurz kommen werden dabei die Gelegenheiten für Austausch und Networking. Zum aktuellen Zeitpunkt ist es gemäss HotellerieSuisse noch zu früh für ein detailliertes Themensetting. «Klar ist jedoch, dass der Hospitality Summit relevante Themen in Bezug zur aktuellen Situation aufnehmen wird», sagt Claude Meier, Direktor von HotellerieSuisse. Geplant sei etwa, mit einem Finanzforum einen Schwerpunkt zu setzen.

Event richtet sich auch an Nachwuchskräfte
HotellerieSuisse geht von 500 bis 600 Besuchern pro Tag aus, mehrheitlich aus Hotellerie und Tourismus sowie deren Partner. Der erste Tag des Summit richtet sich gezielt an Entscheidungsträger. Der zweite Tag hingegen ist inhaltlich so gestaltet, dass ein Teil des Programms auch die operative Ebene der Hotellerie- und Tourismusbranche anspricht. Zudem werden mit der Integration des Hospitality Youth Camp Nachwuchskräfte – die Entscheidungsträger von morgen – miteinbezogen.

Während beider Tage liegt der Fokus auf Service und Mehrwert – insbesondere für HotellerieSuisse-Mitglieder.

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Erste Rückmeldungen sind positiv ausgefallen
Um den Kongress möglichst breit in der Branche zu verankern, ist dieser auf eine Trägerschaft abgestützt. HotellerieSuisse ist aktuell etwa in Gesprächen mit Schweiz Tourismus, der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit (SGH), der Hotelfachschule Thun, der EHL, der Hotela, der IG Parahotellerie und dem Seco. «Unser Projekt ist von den angefragten Branchenorganisationen sehr positiv aufgenommen worden», sagt Claude Meier. So ist etwa Philippe Pasche von der SGH überzeugt: «Aktuell ist genau der richtige Zeitpunkt, einen solchen Anlass zu lancieren.» Und Michael Bolt von der Hotela sieht darin ein wichtiges positives Zeichen.

«In den nächsten Monaten geht es nun darum, neben den Trägern auch kommerzielle Partner zu begeistern», erläutert HotellerieSuisse-Direktor Claude Meier das weitere Vorgehen. Das Ziel dabei sei, dass Trägerorganisationen den Summit nicht nur finanziell, sondern auch mit ihrem Know-how bei inhaltlichen Fragen und ihrem Netzwerk bei der Verankerung im Markt unterstützen werden.

Die Planung ist also auf bestem Wege. Über die definitive Durchführung des Hospitality Summit beschliesst die Geschäfts- und Verbandsleitung von HotellerieSuisse jedoch erst im November 2020. Der Entscheid hängt einerseits von einer erfolgreichen Bildung der Trägerschaft und der Gewinnung von kommerziellen Partnern (siehe Kasten) ab, andererseits aber auch von der aktuellen Entwicklung in Bezug auf die Auswirkungen der Corona-Krise.

Hospitality Summit findet in der modernsten Halle statt
Eine solch identitätsstiftende Veranstaltung braucht einen entsprechenden Rahmen. Dafür hat HotellerieSuisse eine Location gewählt, die aus dem Gewöhnlichen heraussticht: nämlich die «Halle 550» in Zürich-Oerlikon, die zurzeit noch umgebaut und danach Tradition mit Zukunft verbinden wird. Das ehemalige Industriegebäude, das in den Jahren 1886 bis 1930 entstand, soll gemäss den Machern der «Halle 550» zu einer der modernsten Hallen des Schweizer Eventmarktes werden. Die Halle weist eine geschichtsträchtige Industrieästhetik auf, die Räume bieten grosse Freiheiten bei der Bespielung der Fläche, hohe Flexibilität bei der Nutzung und ermöglichen eine einmalige Inszenierung. Ein attraktiver Aspekt, nicht zuletzt für die Partner – etwa bei den Side-Events in der Networking-Arena oder als Summit- Partner mit F & B-Produkten.

Im Weiteren punktet der Standort mit bester Anbindung an den öV und sehr guter Erreichbarkeit für den Individualverkehr. «All diese Argumente – neben der topmodernen Halle – haben uns dazu bewogen, den Standort Zürich zu wählen, obwohl wir als nationaler Verband in der Bundeshauptstadt angesiedelt sind», erläutert Claude Meier die Wahl.htr

hospitality-summit.ch


«Die Zukunft findet statt – trotz Corona-Krise.»

Andreas Züllig, Präsident von HotellerieSuisse und Gastgeber Hotel Schweizerhof Lenzerheide

Wie und wann entstand die Idee zum Hospitality Summit?

Es war schon länger die Idee da, die vielen unterschiedlichen Anlässe vermehrt zu fokussieren und zu bündeln. Über die letzten Jahre sind sehr viele Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen entstanden. Wir mussten auch feststellen, dass das Interesse nach anfänglichen Erfolgen jedes Jahr etwas nachgelassen hatte. Ein Hospitality Summit bietet die Gelegenheit, sich an zwei Tagen fokussiert mit verschiedenen aktuellen Themen auseinanderzusetzen. [IMG 3]

Der Hospitality Summit soll von einer Trägerschaft und von Partnern gestützt werden. Besteht aktuell nicht die Gefahr, dass Organisationen und Unternehmen eher defensiv agieren?

Man muss sich mit der Zukunft der Hospitality-Branche befassen. Gerade in der aktuellen Situation. Die Zukunft findet statt – trotz Corona-Krise. Themen wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Regionalität werden durch die aktuelle Krise noch verstärkt vorangetrieben. Diese Plattform bietet für die Partner eine optimale Gelegenheit, innovative Produkte und Dienstleistungen bekannt zu machen.

Der Hospitality Summit will verschiedene bestehende Events bündeln. Ein sehr ambitioniertes Projekt.

Auf jeden Fall. Aber nach der inflationären Entwicklung solcher Events in den letzten Jahren lohnt sich der Aufwand. Wir sind überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um mit diesem Projekt zu starten.

Viele Unternehmen suchen angeblich Alternativen zur teuren Igeho. Könnte der Summit da einhaken?

Die Igeho ist eine Fachmesse, die verschiedene Bedürfnisse abdeckt. Um sich zu informieren, welche Trends bei Gastro-Interiors, bei Küchengeräten oder im Food-and-Beverage-Bereich gerade aktuell sind, braucht es eine solche Fachmesse weiterhin alle zwei Jahre.

Partner werden beim Hospitality Summit 2021
Die zweitägige Veranstaltung, die am 15. und 16. Juni 2021 erstmals stattfindet, wendet sich in erster Linie an Entscheidungsträger. Die neue Plattform bündelt die bis anhin übers Jahr verstreuten Anlässe von Hotelleriesuisse und wird zu einem jährlichen Fixpunkt für die Branche. In der «Halle 550» in Zürich-Oerlikon werden an den zwei Tagen je rund 500 bis 600 Teilnehmende erwartet.
Eine ideale Gelegenheit, Ihr Unternehmen und Ihre Leistungen der Schweizer Beherbergungsbranche aktiv und wirkungsvoll zu präsentieren. Es stehen verschiedene attraktive Partnermodelle zur Verfügung. Informieren Sie sich bei den Projektverantwortlichen über gezielte Möglichkeiten.
hospitality-summit[at]hotelleriesuisse.ch