Der geplante 100-Millionen-Franken teuere Hotelprojekt des chinesischen Investors Yunfeng Gao am Kurpark in Engelberg wird voraussichtlich erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 – acht Monate später als vorgesehen – eröffnen. Noch beim Spatenstich im Anfang April 2016 ging man von einer Eröffnung des neuen Hotel Titlis Palace im Dezember 2019 aus.

Wie der «Engelberger Anzeiger» und die Zeitung Zentralschweiz schreiben, musste dieser ambitionierte Fahrplan nun überabeitet werden. Unterschiedliche geografische Verhältnisse beim Tiefbau hätten zu Überraschungen geführt. Aber auch beim 1904 erbauten, ehemaligen Jungendstil-Grand-Hotel Europäischer Hof, sind die Bauarbeiter auf unvorhergesehene Baukonstronstruktionen aus den Jahren gestossen, die den heute geltenden Bauvorschriften nicht mehr entsprechen.

Nun müssen zusätzliche Optimierungsmassnahmen geprüft und vorgenommen werden, was zu einer Verzögerung des Zeitplans führt. Man wolle die Optimierungsmassnahmen zu Ende denken und keine Kompromisse zulasten der Qualität eingehen, heisst es in einer Information an die Bevölkerung im «Engelberger Anzeiger», welche gegenüber htr.ch von der Hotelbesitzerin Han's Europe bestätigt wurde. [IMG 2]

Auch wurde eine schrittweise Eröffnung intensiv geprüft, das sei aber aufgrund technischer Überlegungen und aus Qualitätsgründen verworfen worden. Die Verzögerung würden zwar etwas höhere Planungskosten verursachen, aber die Gesamtinvestitionskosten nicht erhöhen, wie es auf Anfrage von htr.ch weiter hiess.

Unter der Bauleitung der Eberli Sarnen AG realisiert die Bauherrin Han's Europe von Yunfeng Gao das erste Hotel im 5-Sterne-Segment in Engelberg. Das Grand Hotel Titlis Palace wird insgesamt 117 Zimmer und 225 Betten fassen und über einen grosszügigen, in das Dachgeschoss integrierten Spa- und Wellnessbereich von insgesamt 880 Quadratmetern verfügen. Weiter sind Restaurants, Seminarräume, eine Bar, Shops und ein Bankettsaal geplant.

[IMG 3]Der Hotelkomplex umfasst den ehemaligen «Europäischen Hof» und einen Neubau. Zum Gesamtgefüge wird auch der historische Kursaal funktionell und architektonisch integriert werden. Nach Fertigstellung sollen rund hundert neue Arbeitsplätze geschaffen werden. (htr/npa)

 

htr/npa