Im Zentrum der Gespräche standen die gegenwärtigen Schwierigkeiten, gewisse Weinkategorien am Markt abzusetzen. Der Vorsteher des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements (EVD) und die Weinbauern waren sich einig, dass die Schweizer Weine gezielt vermarktet werden müssen, wie das EVD am Mittwochabend mitteilte.
 
Der Meinungsaustausch erfolgte vor dem Hintergrund der reichen Ernte 2011 und dem gleichzeitig rückläufigen Weinkonsum, der den inländischen Rebbau besonders tangierte. Weinimporte zu tiefen Preisen setzen den Weinbauern ebenfalls zu.
 
Die Massnahmenpalette, welche die Weinbauern-Delegation unter der Leitung von Nationalrat Laurent Favre (FDP/NE) am Mittwoch in Bern vorbrachte, reichte von einer Dynamisierung der Weinförderung auf regionaler Ebene bis hin zu einer Anpassung des Verteilsystems für Importkontingente.
 
Der Bundesrat hatte eine Änderung der Importregelung abgelehnt. Laut Schneider-Ammann können die derzeitigen Probleme auch mit einem anderen System für die Kontingentsverteilung nicht bewältigt werden. Würde die Kontingentsverteilung an den Kauf von Schweizer Wein geknüpft, würde dies laut EVD nur einen Handel mit Kontingentsanteilen anregen und sich in keiner Weise positiv auf den Absatz der inländischen Ware auswirken. (npa/sda)