Während Jahren ging 
die Anzahl der von schweizerischen Schulen organisierten Wintersportlager zurück. Mit der Gründung und dem Start der breit abgestützten Schneesportinitiative Schweiz (GoSnow) vor vier Jahren wurde eine Trendwende eingeläutet. Denn die Schneesportinitiative erleichtert mit ihren Package-Angeboten den Schulen die Organisation von Lagern – quasi aus einer Hand. Doch ohne das freiwillige Engagement und die Motivation von Lehrkräften und Helfern würden keine Schneesportlager durchgeführt. Das Revival der Schullager dient dem Wintertourismus, auch langfristig. Lernen die Kinder heute spielerisch Ski fahren, werden sie wohl auch später den «weissen» Freizeitsport betreiben und den Spass daran auch ihren Kindern vermitteln. Davon profitieren die Bergbahnen und die Hotellerie.

Trotz der erfreulichen Entwicklung in den vergangenen Wintern wäre es aber fatal, wenn sich die Schneesportinitiative auf ihren Lorbeeren ausruhen würde. Denn die Herausforderungen werden nicht weniger. Einerseits wird der Klimawandel dazu führen, dass immer mehr Lager in relativ schneesicheren Orten organisiert werden müssen. Andererseits ist der Bundesgerichtsentscheid von Ende 2017 für die künftige Durchführung von Schneesportlagern nicht gerade förderlich. Von den Eltern dürften pro Kind und Tag noch maximal 16 Franken verlangt werden. Glücklicherweise wurde dies von den meisten Kantonen bisher pragmatisch umgesetzt. Sollten diese aber dem Bundesgericht künftig buchstabengetreu folgen, müssten Gemeinden und Kantone den fehlenden Betrag bereitstellen. Nur so könnte eine erneute Trendumkehr verhindert werden.