Die Bauzeit betrug gut vier Jahre, wie die KWO AG – Milestone Tourismuspreis-Gewinnerin 2010 – mitteilte. Die beiden über 60 Jahre alten Kraftwerke wurden modernisiert und durch zwei weitere Turbinen verbessert. Ein neues Beruhigungsbecken gleicht die Abflussschwankungen der Aare zwischen Innertkirchen und dem Brienzersee aus. Zur Eröffnung der Anlagen wurde am Montagabend auch Energieministerin Doris Leuthard erwartet.

Das sogenannte «Tandem»-Projekt sorgt laut KWO für einen Energiegewinn von etwa 70 Gigawattstunden pro Jahr. Damit können26'000 zusätzliche Haushalte versorgt werden.

Das «Tandem»-Projekt ist Bestandteil des Ausbauprogramms «WO plus». Dazu gehören auch Unterfangen, die zurzeit auf Eis gelegt sind – beispielsweise der Bau des Pumpspeicherkraftwerks Grimsel 3.Hier sehen die KWO die Rentabilität im Moment nicht gegeben.

Noch offen ist, ob die beiden Staumauern des Grimselsees erhöht werden dürfen. Das bernische Verwaltungsgericht hat dies mit Verweis auf den Moorschutz untersagt. Die KWO haben das Urteil ans Bundesgericht weitergezogen.

Die Kraftwerke Oberhasli gehört zur Hälfte dem bernischen Energiekonzern BKW und zu je einem Sechstel den Stadtwerken von Basel, Bern und Zürich. (sda/mma)