Im neuen Beruf Hotel-Kommunikationsfachfrau/-mann lernen die angehenden Hotel-Kommunikationsfachleute in den ersten drei Semestern die Grundarbeiten in der Küche, im Service sowie in der Hauswirtschaft kennen, um die Zusammenhänge eines Hotelbetriebes zu verstehen.

Ab dem vierten Semester arbeiten sie mit direktem Gästekontakt im Frontbereich eines Unternehmens. Die Hotel-Kommunikationsfachleute sollen die Präferenzen der verschiedenen Kulturen kennenlernen und so in der Lage sein, auch die internationalen Gäste individuell zu betreuen. Die Jugendlichen unterstützen zudem Marketingprojekte, kommunizieren über die neuen Medien und prägen so das Bild eines Hotels mit.

Ziel des neuen Berufes ist es, die aktuellen Themen der Branche zu vermitteln. Die Berufsleute erhalten in ihrer Ausbildung vertiefte Einblicke in verschiedene Bereiche wie zum Beispiel der Trendgastronomie, Neue Medien, Nachhaltigkeit sowie Food Waste oder Slow Food.Hotelkommunikationsfachleute bringen einen klaren Mehrwert für die Branche. Die vermittelten Handlungskompetenzen machen aus den Lernenden Mitarbeitende, die genau da eingesetzt werden können, wo es für den Betrieb entscheidend ist: Direkt beim Gast.

Der Mehrwert und die Innovation liegen vor allem in Bereichen Sprachkompetenz, Normen, Werte und Zusammenarbeit. Dieser Beruf spricht Jugendliche an, die ihre Karriere in der Hotel- und Gastronomiebranche sehen und diese mit einer Hotelfachschule weiterführen wollen.

Träger dieses neuen Berufes ist die Hotel & Gastro formation Schweiz, die gemeinsame Bildungsinstitution von hotelleriesuisse, Hotel & Gastro Union und Gastrosuisse. Das Programm wird von Innotour unterstützt, dem Förderprogramm für Innovation, Zusammenarbeit und Wissensaufbau im Tourismus des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO.

Der neue Beruf Hotel-Kommunikationsfachmann und –frau wird an Berufswahlmessen, Berufsorientierungen und Informationsanlässen von berufehotelgastro.ch integriert, um so die Jugendlichen auf diese neue spannende Ausbildung aufmerksam zu machen.

Bis zum Frühling 2016 geht das Projekt zu den Bundesämtern und Kantonen zur Vernehmlassung. Anschliessend können Hotelbetriebe die Ausbildungsplätze bei den Kantonen beantragen und die freien Lehrstellen für den Lehrbeginn ab Sommer 2017 ausschreiben. Die öffentlichen Marketingaktivitäten starten aber bereits ab Januar 2016. (htr/npa)