Der Verkehrsertrag der Bündner Bergbahnunternehmen nahm seit Saisonbeginn durchschnittlich um 12,6 Prozent zu. Bis Ende Dezember besuchten gegenüber dem unterdurchschnittlichen Vorjahr 15,6 Prozent mehr Gäste die Skigebiete in Graubünden, wie der BBGR in einer Medienmitteilung vom Dienstag mitteilte. Die guten Schnee- und Pistenverhältnisse sowie ein paar sonnige Tage hätten zahlreiche Wintersportler auf die Berge gelockt.

BBGR-Präsident Martin Hug ist froh über den erfolgreichen Start der Bündner Bergbahnunternehmen: «Der Start gibt Anlass zur Hoffnung und einigenUnternehmen den notwendigen Schnauf. Das ist aufgrunddes Umgangs unserer Mitglieder mit den Herausforderungenmehr als verdient.»

Der Monitor von BBGR, welcher 23 Unternehmen oder 90 Prozentdes Transportumsatzes umfasst, zeige allerdings auch, dass Euphorie nichtangebracht sei. Denn die langjährigen Vergleiche vermittelten ein anderesBild. So verzeichnen die Bündner Bergbahnen bei den Gästezahlenim bisherigen Winter 2017/18 im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt ein bloss durchschnittliches und im 10-Jahres-Vergleich sogar ein negatives Ergebnis. Ähnlich verhält es sichbeim Transportumsatz.

Schneesport trotzt der Konkurrenz
«Ein normaler Winterstart, Top-Pistenverhältnisse und ausreichendSonne zeigen aber, dass der Schneesport am Berg immernoch ein begehrtes Produkt ist», zeigt sich Hug überzeugt.Im Vergleich zur Zeit von «alles fährt Ski» stehe der Schneesportheute einfach mit einer grösseren Fülle von anderen Angebotenim Wettbewerb und werde meist nur noch bei optimalen Voraussetzungenausgeübt. Die Unternehmen seien in einem gesättigtenMarkt gefordert, den Gästen Gründe zu liefern, weshalb sie demSchneesport frönen sollen. Moderne Transportanlagen, geheizteSessel oder die Pistenqualität seien heute Standard. Die Unternehmenseien gefordert, Potenziale für einzigartige Erlebnisse amBerg zu schaffen oder bereitzustellen. «Eine nicht leichte, aberunbedingt zu lösende Aufgabe», so Hug weiter. (htr/pt)