Der Entscheid des Gerichts wird in rund zwei Wochen erwartet, wie der interimistische Verwaltungsratspräsident der Hohsaas-Bergbahnen, Reto Werlen, am Dienstag auf Anfrage der Agentur Keystone-SDA zu Berichten des «Walliser Boten» und von Radio Rottu Oberwallis sagte. Das Unternehmen habe zu wenig flüssige Mittel, um die 2,8 Millionen Franken an kurzfristigen Verpflichtungen zu decken, sagte Werlen.

Laut den Medienberichten belaufen sich die offenen Forderungen – bei einem Aktienkapital von sieben Millionen Franken – auf insgesamt 3,5 Millionen Franken. Nicht alle Gläubiger hätten sich bereit erklärt, sich die Hälfte ihrer Forderungen in Form von neuen Bergbahn-Aktien auszahlen zu lassen.

Die Bergbahnen von Saas-Grund sehen sich zudem mit dem Rücktritt zweier Verwaltungsratsmitglieder konfrontiert und leiden unter dem Fehlen eines Direktors. Der Gemeindepräsident von Saas-Grund, Bruno Ruppen, erklärte sich bereit, ad interim die Geschäftsführung der angeschlagenen Bergbahngesellschaft zu übernehmen. Die Euro-Krise und der verstärkte Preiskampf hätten zur schwierigen finanziellen Lage des Unternehmens beigetragen, sagte Werlen.

Die Nachlassstundung wird verlangt, um Zeit zu gewinnen. Ein Rettungsplan sei im Entstehen, so Werlen. Das Unternehmen will auf der einen Seite Lösungen vorschlagen, um die Einnahmen zu steigern. Auf der anderen Seite hofft es, dass es einen Teil der Geldforderungen los wird. Die Gemeinde Saas-Grund, die 61 Prozent der Aktien besitzt, spielt beim Rettungsversuch eine massgebliche Rolle.

 

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