Ein 40-jähriger Bus, auserlesene Champagner in allen Preis-Segmenten und Tapas eines international bekannten Sternekochs: So lautet das Konzept eines neuen Crowdfunding-Projekts in der Schweizer Food-Szene. Derzeit läuft auf der Crowdfunding-Plattform Wemakeit die Kampagne, um das nötige Startkapital zu beschaffen. Den «Champagne-Bus» soll man dereinst inklusive Personal für Firmenfeste, Hochzeiten und private Anlässe via Website mieten können, zusätzlich sind Auftritte an ausgewählten Festivals und Events geplant.

Der Varietät und Umwelt zuliebe soll das Angebot regelmässig angepasst und auf saisonale Produkte abgestimmt und ergänzt werden. Die Karte soll zehn verschiedene Champagner für jeden Geschmack und jedes Budget umfassen. Des Weiteren sind fünf Tapas, Apfelsäfte und ausgewählte Weine geplant. Ausserdem soll eine Musikanlage für einen DJ im Bus Platz finden, der für musikalische Untermalung sorgt.

Während die sorgfältig ausgesuchten Qualitäts-Champagner von der Weinkellerei Stämpfli in Laupen stammen, werden die kleinen, dazu passenden Gourmetspeisen von der Tapas-Produktlinie «La Càla» vom katalanischen Sternekoch Albert Adrià entworfen. Der renommierte Koch prägt seit geraumer Zeit dank Innovation und Neugier die Weltküche mit seinen Kreationen. Verantwortlich für die kulinarische Beratung des «Champagne-Busses» wird Rob Roy Cameron sein. Rob war Teil vom Albert Adrià (El Bulli) Team, arbeitete in diversen spanischen Sternerestaurants und ist seit einigen Jahren Chefkoch eines Spitzenlokals in London.

Initianten wollen Champagner «entmystifizieren und demokratisieren»
Die Geschäftsidee hatten Eva-Maria Ruffieux, ihr Ehemann Erick Godoy und Nicolas Stämpfli (Cousin von Eva-Maria) bei einem ausgiebigen Mittagessen. Das Team hinter der Geschäftsidee ist vielseitig: Erick ist begnadeter Mechaniker und Koch, Eva-Maria ist talentierte Verkäuferin und Nicolas Stämpfli ist Ökonom und Fachmann in der Welt der feinen Weine. Das Ziel sei nicht, die Weine und Tapas teuer zu verkaufen, sagt Nicolas Stämpfli zum geplanten Projekt. Die Preise seien dank Partnerschaften mit Lieferanten sehr moderat. «Wir wollen Champagner entmystifizieren und demokratisieren, alle Leute sollten die Möglichkeit haben, sich etwas Feines zu gönnen», so der Weinfachmann und Marketingspezialist.

Das Schmuckstück des Projekt sei das Sorgenkind zugleich, schreiben die Initianten. Der Citroen des Typs HY aus dem Jahre 1976 ist das Kernstück des Projekts. Doch der Bus ist in die Jahre gekommen, da er lange Zeit der Witterung ausgesetzt war. Ein grosser Kostenpunkt des Projektes wird die Renovation und der Ausbau des Busses sein. Derzeit ist das Crowdfunding am laufen, um die Reparatur des Busses finanzieren zu können. «Alles ist in einem furchtbar schlechten Zustand, die Renovation des alten Citroens ist sehr aufwendig» so Erick Godoy. Das Projekt kostet laut den Initianten etwas über 70'000 Franken. 30'000 Franken möchten die Jungunternehmer via Crowdfunding einnehmen. (htr/og)

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