Die Annahme der Weber-Initiative am 11. März 2012 führte zu einer verändertenSituation auf dem Zweitwohnungsmarkt. Die Verkäufe sind tatsächlich deutlichzurückgegangen, wie der Walliser Staatsrat in einer Mitteilung schreibt. Seit 2013 verfügt das Wallis also über genügend Kontingente fürdie Nachfrage. 2014 musste nicht auf das Zusatzkontingent zurückgegriffenwerden und 2015 wurden rund um 25 Prozent des verfügbaren Kontingents gebraucht.

Der Staatsrat will die von den Auswirkungen der Weber-Initiative und vom starkenSchweizerfranken stark getroffene Tourismuswirtschaft unterstützen. Er entschieddeshalb, seinen Handlungsspielraum auszunutzen und das Reglement über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland«Lex Koller» anzupassen.

Dadurch soll es möglich werden, gleich viele Kontingente für gewöhnlicheProjekte wie für Projekte von kantonaler Bedeutung zuzuteilen. Zudem wurdeninnerhalb der Richtlinien des Bundesgesetzes die Gesamtzahlen erhöht.

Die Auswirkung dieses Entscheids beschränke sich jedoch nur auf gewöhnlicheFerienwohnungen. Da in Gemeinden mit einem Zweitwohnungsanteil von 20 Prozent tatsächlich keine solche Wohnungen mehr gebaut werden können, betrifft dieÄnderung also hauptsächlich touristische Beherbergungsprojekte.

Der Chef des Departements für Volkswirtschaft, Energie und Raumentwicklung(DVER), Staatsrat Jean-Michel Cina, hat zudem eine Änderung der Weisung im Grundbuch über«Hotelkomplex - Betriebsstätte» beschlossen.

Diese Anpassung bietet demEigentümer eines Hotel-Apartments die Möglichkeit, seine Einrichtungaus drei Varianten auszuwählen. Diese werden ihm vom Hotelbetreiber vorgeschlagen. Diese Änderungen treten sofort in Kraft.

Mit dieser Massnahme erhofft sich die Regierung, dass die Attraktivität von touristischen Beherbergungsprojekten, die alsBetriebsstätten qualifiziert sind, erhöht werden. (htr/npa)