Er überwies der Kantonsregierung einen Vorstoss aus mehreren Fraktionen, in dem steht, solche gemeinnützigen Vereine besässen nur geringe Einnahmen. Im Berner Jura beispielsweise koste ein Tages-Loipenpass zehn Franken. Der Kauf eines Loipenfahrzeugs hingegen komme auf 200'000 Franken zu stehen.

Die Situation im Berner Jura mit Loipen, die eben von gemeinnützigen Vereinen präpariert würden, sei eine andere als in den Berner Alpen. Dort kümmerten sich die Wintersportdestinationen um die Langlaufpisten. Ausserdem subventionierten die Kantone Neuenburg und Jura die Loipenfahrzeuge, der Kanton Bern nicht.

Deshalb brauche es eine Anpassung der Verordnung zum kantonalen Sportfonds. Eingereicht wurde der Vorstoss gemeinsam von sieben Grossräten, sechs davon aus dem Berner Jura. Erstunterzeichner ist Peter Gasser (PSA/Bévilard).

Regierung wollte lediglich prüfen
Die Berner Regierung hatte dem Kantonsparlament beantragt, den Vorstoss zu überweisen, aber in der Form des Postulats, also als Prüfungsauftrag. Wenn die Sportfondsverordnung im Sinn der Vorstösser geändert würde, gab sie zu bedenken, müssten auch andere Sport-Unterhaltsgeräte subventioniert werden.

Die Berner Regierung dachte an Eisaufbereitsungsanlagen, Rasenmäher und anderes.Geprüft werden könne eine Änderung der Verordnung, weil auf Bundesebene derzeit das Geldspielgesetz revidiert werde. Im Anschluss daran werde die kantonale Gesetzgebung zu revidieren sein. Das biete die Gelegenheit, die von den Vorstössern aufgeworfene Frage zu prüfen.

Der Grosse Rat wollte in seltener Einigkeit nichts von dieser Zurückhaltung wissen und überwies den Vorstoss als bindende Motion.Dies absolut deutlich mit 122 zu 3 Stimmen bei 4 Enthaltungen. (sda/pt)