Einmal während der Legislatur können die Städte Winterthur und Zürich für ihre grossen Kulturinstitutionen Gesuche um Sonderbeiträge aus dem Lotteriefonds einreichen.2014 gewährten Regierungs- und Kantonsrat den beiden Städten je rund 10 Millionen Franken.

Nun sollen es für die Legislatur2015-2019 «wegen der Finanzlage des Lotteriefonds» ein Viertel weniger sein, wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte. Er will den beiden Städte je 7,5 Millionen zur Verfügung stellen.

Dies dürfte die vorerst letzte Sondertranche bleiben: «Aufgrund der sich abzeichnenden Finanzlage des Lotteriefonds ist davon auszugehen, dass in der Legislaturperiode 2019-2023 keine Sonderleistungen des Lotteriefonds erfolgen können», heisst es im Antrag des Reierungsrates.

Zu den grossen Kulturinstitutionen gehören in Winterthur das Kunstmuseum Winterthur, das Theater Winterthur und das Musikkollegium Winterthur. In Zürich zählen das Kunsthaus, das Schauspielhaus und die Tonhalle dazu.

Die Tonhalle geht in dieser Sondertranche leer aus - für deren Sanierung und Umbau hat die Regierung bereits im November 2016 aus dem Lotteriefonds 20 Millionen Franken beantragt. Es sei deshalb nicht angebracht, die Tonhalle nochmals zu berücksichtigen, heisst es im Antrag an den Kantonsrat.

Mit der beantragten Sonder-Unterstützung aus dem Lotteriefonds sollen unter anderem dem Musikkollegium eine «Winterthurer Brahms-Woche» ermöglicht (552'000 Franken), am Theater Winterthur eine Opernproduktion für Jugendliche und Familien mitfinanziert(600'000 Franken) und im Kunsthaus Zürich die veralteten Sicherheitsanlagen erweitert und erneuert werden (3,1 Millionen Franken). (sda/og)