Um die Bedeutung des alpinen Tourismus für die schweizerische Volkswirtschaft zu belegen, hat der STV eine Wertschöpfungsstudie in Auftrag gegeben, welche Beschäftigungswirkung und Bruttowertschöpfung des alpinen Tourismus untersucht. Demnach haben die grossen Städte in den letzten zehn Jahren um 23,3 Prozent an Logiernächten zugelegt, der alpine Raum hingegen um 10,1 Prozent eingebüsst. Dies sei besonders besorgniserregend, da der Tourismus in diesem Gebiet insgesamt 27 Prozent zur Gesamtbeschäftigung und 21 Prozent zur Bruttowertschöpfung beiträgt. Betroffen sind nicht nur die klassischen touristischen Leistungserbringern (Beherbergung, Gaststätten, Bergbahnen etc.) sondern auch diverse andere Branchen, die direkt vom Tourismus abhängig sind, insbesondere der Detailhandel, die Bauwirtschaft sowie Industrie und Gewerbe.

Geht es dem Tourismus im Berggebiet schlecht, sei das gesamte Berggebiet betroffen, so der STV. Die auf den ersten Blick «nur» für den alpinen Tourismus schwierige Situation werde so zum volkswirtschaftlichen und letztlich gesamtschweizerischen Thema.

Der STV hat diesen Monat Massnahmen zur Entlastung des alpinen Tourismus in einem Positionspapier zusammengestellt. Neben Aufgaben, welche die Branche selbst an die Hand nehmen wird, allen voran die Qualitätssicherung und Kooperation, fordert der STV unter anderem einen Gebührenerlass für staatliche Verfahren betreffend Seilbahnen und eine departementsübergreifende Koordination für den Schweizer Tourismus. Der Tourismus sei eine typische Querschnittsbranche, womit Massnahmen nicht nur im WBF angesiedelt, sondern auch mit UVEK und EFD koordiniert werden müssten, um effizient Wirkung zu entfalten. (htr/pt)