MediaMarkt wollte eigentlich im Sommer 2017 ausziehen und die Markthalle der Migros Aare überlassen. Diese beabsichtigte, das Gebäude mit vielen Gastroangeboten wieder aufleben zu lassen. Doch vor wenigen Wochen brach die Migros ihr Umbauprojekt ab. Als Grund nannte sie unüberbrückbare Differenzen bei der Übernahme des Mietvertrags von MediaMarkt.

Rusterholz sieht das anders. «Wir steckten mitten in den Verhandlungen», sagte er der «Berner Zeitung» vom Mittwoch. Mit der Migros habe man seinerzeit eine Ausgleichszahlung vereinbart, damit sie den Mietvertrag übernehme. Der Auszugstermin per Ende Juni 2017 sei schriftlich vereinbart gewesen.

Das Datum sei immer weiter nach hinten verschoben worden, wegen Einsprachen und weil die Behörden zusätzliche Unterlagen von der Migros eingefordert hätten. «Da sich unser Auszug verzögerte und wir immer noch die volle Miete zahlten, musste sich auch die Ausgleichszahlung an die Migros reduzieren.» Nach Ansicht von MediaMarkt sollte diese Reduktion nach mathematischen Grundsätzen erfolgen. «Die Migros sah das anders».

Wie es mit der Filiale in der Markthalle weitergeht, liess Rusterholz offen. Im Moment ändere sich nichts. «Wir prüfen derzeit die möglichen Alternativen.» Die Eröffnung der MediaMarkt-Filiale war 2015 von Demonstrationen und Kritik begleitet, weil den Bernerinnen und Bernern ein gesellschaftlicher Treffpunkt verloren ging. MediaMarkt erreichte dann nicht die erhofften Umsatz- und Ertragszahlen. Deshalb entschloss sich das Unternehmen Anfang 2017, die Filiale aufzugeben. (sda/og)