Der grösste Teil davon geht an Firmengründer Gregor Gerlach und die Wella-Erben Hans-Joachim und Gisa Sander. Rund 85 Millionen Euro sollen Vapiano bleiben, um die Eröffnung neuer Filialen und deren Übernahme von bisherigen Partnern zu finanzieren.

Die Erstnotiz ist für den 27. Juni geplant, einen Tag vorher endet die Zeichnungsfrist. Wenig später folgt Insidern zufolge der Essens-Lieferdienst Delivery Hero, der seinen - möglicherweise milliardenschweren - Börsengang bereits angekündigt hat.

«Der Zugang zum Kapitalmarkt ist der richtige Schritt und wird unsere Wachstums- und Innovationspläne unterstützen», sagte Vapiano-Chef Jochen Halfmann. Die Kette soll bis Ende 2020 auf 330 Filialen wachsen, vor allem in Deutschland und Frankreich.

Die eigenen Restaurants - ohne Franchise-Nehmer - setzten im vergangenen Jahr 292 Millionen Euro um, das um Eröffnungskosten bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) lag bei knapp 33 Millionen Euro.

Vapiano legte die Preisspanne auf 21 bis 27 Euro fest. Damit wird das 2002 gegründete Unternehmen mit bis zu 634 Millionen Euro bewertet. Nach dem Börsengang sollen mehr als 30 Prozent im Streubesitz sein.

Der mit 30 Prozent beteiligte Gerlach und die Sanders (25 Prozent) werfen bis zu 4,3 Millionen Aktien auf den Markt. Die Vermögensverwaltung der ehemaligen Tchibo-Eigentümer Günter und Daniela Herz (44 Prozent) verkauft dagegen nichts. Begleitet wird der Börsengang von den Investmentbanken Barclays, Berenberg und Jefferies. (sda/pt)