Die Höhe der von der Postauto Schweiz AG zu leistenden Rückzahlung ist unter der Federführung des Bundesamtes für Verkehr (BAV) und mit Unterstützung von PricewaterhouseCoopers und Ernst & Young berechnet worden. Für die Jahre 2007–2018 werden insgesamt rund 188 Millionen Franken an die Besteller von Postauto-Transportleistungen zurückfliessen.

Es handelt sich um zu hohe Abgeltungen für Angebote sowohl im Regionalen Personenverkehr (RPV) als auch für die Bereiche Orts- und Auftragsverkehr. Zudem ist im Rückerstattungsbetrag eine Verzinsung berücksichtigt. Als Besteller des RPV sind Bund und Kantone betroffen. In Graubünden sind zudem verschiedene Regionen und Gemeinden, welche Leistungen im Bereich Orts- und Auftragsverkehr bestellten, rückerstattungsberechtigt.

Eine vom BAV und der Konferenz der kantonalen Direktoren des öffentlichen Verkehrs (KöV) beauftragte Arbeitsgruppe, welcher auch fünf Vertreter aus den Kantonen angehörten, nahm eine Plausibilisierung der Rückerstattungsaufteilung auf den Bund, die Kantone und die direktbetroffenen Gemeinden vor.

Genehmigung durch die Kantone
Der Kanton Graubünden erhält für die betroffenen 12 Jahre (Zeitraum 2007–2018) eine Rückzahlung von insgesamt 15,2 Millionen Franken, mehr als alle anderen Kantone. Zusätzlich erhalten rund 25 Bündner Gemeinden und Regionen total 5,7 Millionen Franken. Für den Kanton Tessin werden 14,8 Millionen Franken zurückbezahlt, für den Kanton Bern 10,0 Millionen Franken und den Kanton Wallis 3,8 Millionen Franken. Die entsprechenden Vereinbarungen mit Postauto stehen unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die betroffenen Kantone. 

Es ist vorgesehen, dass die Rückzahlungen von Postauto direkt an die Kantone erfolgt. Die Kantone sollen in der Folge für die Auszahlung an die anspruchsberechtigten Gemeinden und Regionen besorgt sein.  (htr/dst)