Die 1930 gegründete Walliser Genossenschaftskellerei Provins will den Absatz auf dem internationalen Markt von 1,2 Prozent auf 10 Prozent steigern. Verwaltungsratspräsident Pierre-Alain Grichting,von einer Asienreise zurückgekehrt, nennt die Reaktionen auf die Spitzenweine in denTestmärkten Hongkong und Singapur «euphorisch».

Provins setzt sich zum Ziel inden Metropolen Hongkong und Singapur einen Absatz von jährlichrund 4000 («Electus») beziehungsweise 1000 Flaschen («Eclat») zu erreichen, was jeweils einemSiebtel der Jahresproduktion entspricht.

«Ein starker Markteintritt von Provins im asiatischen Raum mit seinen Spitzenprodukten ist dasZiel», betont Pierre-Alain Grichting. Die Erstkontakte in Hongkongund Singapur sind äusserst positiv verlaufen. Fachleute, Gastronomen und Hoteliers sendenpositive Rückmeldungen aus und sind an Kooperationen interessiert.

Obwohl die Asiaten bisher nicht als grosse Weintrinker gelten, steigt der Konsum durch dieinternationale Verflechtung der Geschäftsleute. «Generell mögen Asiaten Rotwein mit hohemAlkoholgehalt und Weisswein mit geringem Säuregrad, was gerade beim ‹Eclat› gegeben ist»,berichtet Pierre-Alain Grichting. Jetzt geht es für Provins darum, ihre Marke im asiatischenRaum aufzubauen und die Zielgruppen für die Herkunft und Qualität der Walliser Weine zusensibilisieren. Erste Feedbacks für die beiden Spitzenweine an den beiden Standorten Hongkongund Singapur nach Blinddegustationen stimmen zuversichtlich.

Auch in der Schweiz will Provins wachsen. In Zürich soll im ersten Halbjahr 2018 eine Verkaufsniederlassungins Leben gerufen werden. Die Eröffnung einer Provins-Vinothek imRaum des HB Zürich ist für 2019 vorgesehen. Weitere Degustationslokale werden im Juni inSusten und im Herbst in Brig, beide im Oberwallis, eröffnet. (htr/npa)