Noch bis 22. Dezember werden Fabienne Lüdi und Rafael Hänni mit ihrem Team die Gäste im Restaurant Schloss Oberhofen bewirtschaften, dann wollen sie die Schlüssel weitergeben. Anfang 2019 werden die beiden Gastgeber eine Pause einlegen, um dann zusammen ein neues Projekt anzupacken – in Bern, dem Wohnort der beiden, wie es in einer Mitteilung heisst. «Wir wünschen uns noch mehr Ehrlichkeit, suchen das Rustikale und Kleine», sagt Rafael Hänni. Ob es bereits eine konkrete Idee gibt, möchten sie nicht verraten. Man dürfe aber gespannt sein, wo die beiden Gastronomen in Bern dann anzutreffen seien.

Dennoch fällt den beiden der Abschied vom Thunersee nicht einfach. Zu Oberhofen sei die Beziehung speziell herzlich. «Wir werden die Oberhofner und den See sehr vermissen», meint Fabienne Lüdi etwas wehmütig.

Lüdi und Hänni haben das Restaurant am Thunersee 2013 übernommen. Nach einem turbulenten Start – der moderne Schlossanbau aus Beton gab wegen seiner Architektur in unmittelbarer Schlossumgebung viel zu reden – entwickelte sich die gastronomische Laufbahn der beiden Jungunternehmer im Restaurant Schloss erfolgreich.

Ehrlichkeit im Mittelpunkt
Das Konzept, Regionales und Frisches auf einer kleinen Karte anzubieten und das ehrliche Handwerk in den Mittelpunkt zu stellen, hat funktioniert. Es wurden Synergien mit dem Schloss genutzt, gemeinsame Events realisiert und eine gute Zusammenarbeit gepflegt.

Das Team rund um Fabienne Lüdi und Rafael Hänni musste sich erst einmal behaupten. «Bereits nach einigen Monaten hatten wir uns soweit etabliert, dass wir das Angebot und das Team ausbauen konnten», sagt Mitinhaberin Fabienne Lüdi. Es gab auch Rückschläge zu verkraften. «Das hat uns nie daran gehindert, weiterzumachen. Aus allen Rückschlägen haben wir unglaublich viel gelernt, uns immer weiterentwickelt – darauf bin ich stolz», sagt Rafael Hänni, Mitinhaber.

Das Abschlussjahr, eine spezielle Saison voller Höhepunkte
Das sechste Jahr hat eben erst begonnen. «Für das Abschlussjahr haben wir uns einiges einfallen lassen. Es soll ein würdiger Abschluss für unsere Gäste in Oberhofen sein», sagen Fabienne Lüdi und Rafael Hänni.

Überraschen wollen die Gastgeber ihre Gäste in ihrer Letzten Saison in Oberhofen beispielsweise mit einem «z'Nacht bi Cherzeliecht», bei einem «Platzhirsch-Dinner», einer Lesung mit Reeto von Gunten und mit Sonntagsbrunchs und spontanen Ideen. Wer die Nachfolge der beiden Junggastronomen am Thunersee übernimmt, ist noch offen. (htr)