Eine Chinesin und sieben Chinesen mit Skilehrererfahrung haben in diesem Winter in acht Schweizer Wintersportdestinationen eine professionelle Ausbildung nach Schweizer Skilehrer-Standards absolviert. Am Montag sind sie nun in ihre Heimat zurückgereist, wie Schweiz Tourismus in einer Mitteilung schreibt.

«Natürlich freue ich mich auf das Zuhause, aber es tut schon auch weh, von hier wegzugehen. Grindelwald und seine Menschen habe ich sehr ins Herz geschlossen. Dieser Winter in der Schweiz war für mich ein einmaliges Erlebnis», beschrieb Xu Zhongxing seine Gefühlslage vor der Abreise am Flughafen Zürich.

1500 Stunden im Einsatz
Nach den Ausbildungskursen von Swiss Snowsports durften die Protagonisten vor der Abreise das Diplom zum Swiss Snowsports Kids Instructor mit Zusatzmodul Methodik entgegennehmen. «Das haben sie sich mit ihrer Herzlichkeit und Motivation, dem Projekterfolg und vor allem nach total etwa 1500 geleisteten Arbeitsstunden verdient», lobt Riet R. Campell, Direktor Swiss Snowsports.

Etwa ein Drittel der Einsatzzeit betraf bereits die Zusammenarbeit mit chinesischen Gästen. «Diese begrüssen es sehr, in ihrer Landessprache unterrichtet zu werden. Wir haben ein Angebot geschaffen, das auf den chinesischen Gast abgestimmt ist. Es ist der richtige Weg, um den noch kleinen, aber mit viel Potential behafteten chinesischen Wintermarkt zu bearbeiten», erklärt Riet R. Campell.

Ideale Brückenbauer
«Die Skilehrer haben sich als ideale Brückenbauer zu tatsächlichen und potentiellen chinesischen Wintergästen erwiesen», sagt auch Simon Bosshard, Direktor Asien Pazifik von Schweiz Tourismus, und ergänzt: «Ihre Botschaftertätigkeit für unsere Winterprodukte endet mit der Abreise keineswegs. Die Schweiz hat sie so fasziniert, dass sie versichert haben, ihre Eindrücke in der Heimat zu teilen».

Yi Li zum Beispiel, der während seinem Aufenthalt mehrere Schweizer Winterorte kennenlernte, «kann sich auch gut vorstellen, Skitouren in die Schweiz zu organisieren. Davos etwa eignet sich dank seinen breiten Pisten hervorragend für chinesische Fahrer. Anschliessend bietet sich eine Fahrt mit dem Glacier Express nach Zermatt an». Bereits in den vergangenen Monaten haben er und seine Kollegen ihren Landsleuten über die App «Feichang Huaxue» Tipps übermittelt und von spannenden Erlebnissen in der Schweiz berichtet. 7’000 Mal wurde die App in den vergangenen vier Monaten in China heruntergeladen.

Über das Projekt seien in chinesischen Medien 48 Artikel mit über 100 Seiten und 45 Minuten bewegte Bilder erschienen. Auch in zahlreichen anderen Ländern auf der ganzen Welt sei darüber berichtet worden. Das grösste Medieninteresse lösten die chinesischen Skilehrer jedoch in der Schweiz aus, wo 92 Beiträge das Projekt thematisierten, hält Schweiz Tourismus laut Mitteilung fest. (sda/htr/npa)