Zur Jahrtausendwende sei noch der grösste Teil der Schweizer Schokolade im Inland verkauft worden, heisst es beim Branchenverband Chocosuisse. «Heute ist das Exportgeschäft der wichtigste Wachstumsmotor der heimischen Schokoladeindustrie», stellt Vizedirektor Sevan Nalbandian fest. International wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen seien deshalb immer wichtiger.

Der Verkauf im Inland stagniert seit dem Jahr 2000 und in den letzten drei Jahren war er sogar leicht rückläufig. Aufgrund des starken Frankens könne zudem ausländische Schokolade günstiger importiert werden, stellt Chocosuisse fest. Der Importdruck nehme dadurch zu.

Schokolade erfreut sich weiterhin grosser Beliebtheit. Der Pro-Kopf-Konsum in der Schweiz bewegt sich seit den 1990er Jahren bei rund 11 Kilogramm pro Jahr. Der zweite Platz beim Pro-Kopf-Konsum der Industrieländern, den die Schweiz hinter Deutschland belegt, ist etwas trügerisch. Gemäss Branchenschätzungen werden nämlich rund ein Fünftel der Käufe von Schokolade in der Schweiz von Touristen und Grenzgängern getätigt. (sda/dst)