Von möglichen Winterspielen in der Schweiz erwarten aber drei von vier Befragten einen positiven Effekt auf die Schweizer Tourismusindustrie, wie das Markt- und Sozialforschungsunternehmen Demoscope am Donnerstag mitteilte. Gemäss Demoscope ist die Umfrage unter rund 1000 Personen in der Deutschschweiz und Romandie repräsentativ.

Für eine Kandidatur sprechen sich gemäss den Resultaten vor allem Jüngere und Westschweizer aus. Was die Chancen der Schweiz bei einer Bewerbung angeht, sehen die meisten keine Probleme: Zwei von drei Befragten finden, dass die bereits vorhandene Infrastruktur die Schweiz zum idealen Kandidaten für die Winterspiele mache.

Dezentrale Projekte bevorzugt
Für die Olympischen Winterspiele 2026 gingen fünf Kandidaturen beim Dachverband der Schweizer Sportverbände Swiss Olympic ein. Drei davon sind regionale Projekte, zwei dezentrale, bei denen die Wettkämpfe über die ganze Schweiz verteilt stattfinden würden. In der Umfrage sprach sich eine Mehrheit von 59 Prozent für ein dezentrales Projekt aus. Von den regionalen Kandidaturen wird Graubünden favorisiert.

Die Projekte sollen nun bis im Oktober verfeinert werden. Die Volksabstimmungen sollen im Frühjahr 2017 stattfinden. Eine fertige Kandidatur soll im Herbst 2017 vorliegen.

In der Schweiz sind erst zwei Mal Olympische Winterspiele veranstaltet worden. Sie fanden 1928 und 1948 in St. Moritz statt. Letztmals scheiterte eine Kandidatur im März 2013 an der Urne mit einem Nein-Anteil von knapp 53 Prozent. (sda/pt)