Die Tourismusbranche arbeite seit Jahren an einer nachhaltigen Entwicklung und habe die Wichtigkeit eines nachhaltigen Tourismus erkannt, teilt der STV am Mittwoch mit. Um die vorgegebenen Ziele der Initiative zu erreichen, müssten jedoch weitere einschneidende Massnahmen getroffen werden, welche zu Bürokratie, Überreglementierung, Marktverzerrungen und letztlich zu höheren Preisen der touristischen Produkte in der Schweiz führen würden. Bereits heute sieht sich der Schweizer Tourismus mit einem verstärkten internationalen Wettbewerb konfrontiert. Eine weitere Verschlechterung der Rahmenbedingungen und zusätzliche Reglementierungen lehnt der STV daher strikt ab.

Die Volksinitiative «Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft» verlangt unter anderem neue Vorschriften über Produktionsprozesse, Produkte, Abfälle und das öffentliche Beschaffungswesen. Ausserdem können gemäss Initiativtext «Steuer- oder Budgetmassnahmen», insbesondere neue Lenkungssteuern, erhoben werden – mit dem Ziel, bis ins Jahr 2050 den «ökologischen Fussabdruck» einer Erde nicht mehr zu überschreiten.

Heute liegt der errechnete Wert der Schweiz bei drei Erden. Der ökologische Fussabdruck misst dabei nur einen Teil der Umweltdimensionen der Nachhaltigkeit, wobei CO2-Emissionen fast drei Viertel des ökologischen Fussabdrucks der Schweiz ausmachen. Die Dimensionen Gesellschaft und Wirtschaft würden jedoch ausser Acht gelassen, kritisiert der STV. (htr/pt)