Wenn die Verbandsdelegierten im Juni die neue Klassifikation absegnen, wird die Schweizer Hotellerie die erste sein, die eine solche führt. Das neue Instrument soll helfen, den teilweise noch jungen Markt zu dem zu machen, was er sein kann und soll: eine Angebotsergänzung, welche die Vorteile der Hotellerie mit jenen der Ferienwohnungen verbindet. Die Parahotellerie erfreut sich bester Nachfrage, das anhaltende Airbnb-Wachstum ist Zeuge dafür. Bis anhin ging die Hotellerie hier jedoch leer aus. Serviced Apartments bieten nun das Mittel, um von dem Trend zu profitieren. In vielerlei Hinsicht: Jene Hoteliers, die Wohnungen mit Service betreiben, schwärmen von der besseren Kosten­bilanz fürs Gesamtunternehmen. Kleine und mittelgrosse Hotels erhalten so die kritische Grösse. Eine Lösung bieten sie auch für die Folgen des Zweitwohnungsartikels. Trotzdem tun sie sich in Ferienregionen gegenüber der klassischen Ferienwohnung noch schwer. Dass die OTAs die Kategorie bis anhin kategorisch ausschliessen wiegt als massiver Bremsklotz. Die neue Klassifikation verleiht dem Segment nun hoffentlich das nötige Gewicht.