Die Zustimmung zur Teilrevision der Ortsplanung «Serletta Süd» erfolgte mit 1076 zu 617 Stimmen bei einer Beteiligung von respektablen 66,75 Prozent. Heftig diskutiert worden war die Vorlage, weil sich die Betreiber von zwei Fünf-Sterne-Hotels gegen die Neubauten ausgesprochen hatten. Sie befürchteten, die neuen Bauten würden die Seesicht versperren.

Der Gemeinderat und der Gemeindevorstand hatten an die Stimmberechtigten appelliert, die Vorlage anzunehmen. Ein Ja ermögliche die Erstellung eines neuen Hotelbetriebes, zudem könne der Gemeinde die Klinik Gut, die einen Neubau realisieren darf, erhalten bleiben.

Die Projektinitiantin Chris Silber St. Moritz AG wollen den Projektgegnern Verhandlungen über die Ausgestaltung des Projekts anbieten, wie sie in einer Stellungnahme nach der Abstimmung schreiben. «Wir nehmen die geäusserten Bedenken sowohl der Bevölkerung wie auch der Nachbarn ernst und werden in der Planung darauf eingehen», erklärt Projektleiter Martin Meyer dazu. «Um die Nachbarn in die Planung einbeziehen zu können, müssen sie aber zu Gesprächen bereit sein. Wir laden sie zu Verhandlungen ein, die wir mit dem Ziel führen werden, einen jahrelangen Rechtsstreit zu verhindern und ein Projekt zu entwickeln, das zu St. Moritz passt.»

Nach der Annahme durch die Bevölkerung soll als nächstes die Bündner Regierung über die Teilrevision der Ortsplanung entscheiden. Erst danach kann das Bauprojekt ausgearbeitet werden. In diesem werden das detaillierte Raumprogramm und auch die äussere Gestaltung der Gebäude festgelegt. (sda/htr/npa)

Lesen Sie dazu den Artikel den Bedenken der Projektgegnern «Es droht juristischer Weg». Erschienen
in der htr hotel revue vom 3. September 2015.