Nachdem der Schweizer Reto Wittwer im Oktober 2014 überraschend durch Alejandro Bernabé als CEO der Kempinski Hotel Gruppe ersetzt wurde, sieht es nach Insider-Angaben, die der «Süddeutsche Zeitung» vorliegen, ganz danach aus, dass auch der Spanier inzwischen als Vorstandsvorsitzender der internationalen Hotelkette vor der Ablösung steht und bereits nicht mehr bei der Gruppe arbeitet. Als Nachfolger wird der bisherige Vize, Markus Semer, gehandelt.

Der Hotelbetreiber mit Sitz in Genf wollte diese Gerüchte nicht bestätigen und dazu auch keine Stellung nehmen. Zahlen zur Geschäftsentwicklung wurden ebenfalls zurückgehalten. Offenbar habe Kempinski derzeit mit seinen Luxushäusern in Russland, Katar, Saudi-Arabien, China und den Vereinigten Arabischen Emiraten wirtschaftlich zu kämpfen, wie die Zeitung weiter schreibt.

Noch nicht geklärt sind die Umstände im Zusammenhang mit Wittwers Abgang. Im November vergangenen Jahres reichten das Hotelunternehmen und Bernabé gegen den langjährigen CEO Strafanzeige wegen beruflichem Fehlverhalten und Betrug in Millionenhöhe ein. Reto Wittwer bestritt die Anschuldigungen und reichte gegen zwei Vertreter der Gruppe eine Gegenklage wegen Verleumdung und übler Nachrede ein. (htr/npa)