Je besser das ÖV-Angebot am Wohnort sei, desto mehr sollte einPark+Ride-Parkplatz kosten, heisst es in einer Mitteilung der AggloSt. Gallen-Bodensee vom Dienstag. Aus diesem Grund werden in der Studie höhere Parkgebühren zum Beispiel in St. Gallen, Herisau, Rorschach, Gossau, Wil, Arbon und Romanshorn vorgeschlagen.

Gleichzeitig stelle sich in den Städten die Frage einer Reduktion des Park+Ride-Angebots. Umgekehrt sei an den eher ländlichen Standorten Bühler, Trogen, Heiden und Staad der Bau von neuen oder der Ausbau von bestehenden Anlagen zu prüfen.

Unter die Lupe genommen wurden 49 Park+Ride-Anlagen in den Kantonen St. Gallen, Thurgau und beiden Appenzell, die von den Bahnen SBB, SOB und AB betrieben werden. Die Anlagen sind sehr unterschiedlich ausgelastet - von unter zehn Prozent in Urnäsch bis zur vollen Auslastung in St. Gallen.

Mit ÖV statt mit dem Auto
«Mit einem abgestimmten Tarifsystem und einer Angebotsanpassung soll das P+R-Angebot systematisiert werden», empfehlen die Verfasser der Studie. Park+Ride-Anlagen sollen Autofahrer dazu bewegen, einen möglichst grossen Teil ihrer Reise mit dem öffentlichen Verkehr (ÖV) zurückzulegen.

Eine Grundproblematik bestehe darin, dass Park+Ride auch von Personen genutzt werde, deren Wohnorte mit dem ÖV bereits gut erschlossen sind. Zum Teil stünden P+R-Anlagen in Konkurrenz zum ÖV und zum Langsamverkehr. Zudem belegten P+R-Anlagen viel Fläche, die vor allem in den Städten auch für andere Nutzungen wichtig wäre. (sda/pt)