Wie bist du auf die Ausbildung gestossen?
Ich wollte immer eine Kochlehre machen und danach an die Hotelfachschule in Luzern, weil ich als Zehnjähriger die SRF Doku Staffel über die Hotelfachschule Luzern geschaut habe und das mein Traum wurde. Die École hôtelière de Lausanne (EHL) kannte ich damals noch nicht. Es war aber so, dass ich ein guter Schüler war und ich mich dann doch für das Gymnasium entschieden habe. Die Berufswahl war damit ein wenig vertagt. Nach dem Militärdienst hat mich ein äusserst kenntnisreicher Berufsberater darauf hingewiesen, dass die EHL perfekt für mich wäre. Also habe ich einen Infotag der EHL besucht. Als ich durch die hotelähnliche Drehtür das Hauptgebäude betrat und das Studentenleben beobachtete, wurde mir sofort klar, ich wollte unbedingt an diese Schule.

Steckbrief
Vorname/Name: Tim Lang
Alter/Jahrgang: 25 / 1992
Arbeitsorte: erstes Praktikum im Claridge’s, London; zweites Praktikum im Upper House, Hong Kong. Ab Mitte März 2018 festangestellt im Corinthia Hotel, London.
Ausbildung: Bachelor of Science in International Hospitality Management
Lehrjahr/Semester: Abschlusssemester

Was gefällt dir an deiner Ausbildung besonders? [IMG 2]
Die Abwechslung, der Kontakt mit Menschen aus der ganzen Welt (wir haben über 105 verschiedene Nationalitäten, die auf dem Campus vertreten sind). Es ist enorm einfach, Kontakte zu knüpfen. Einerseits durch das riesige und wertvolle Alumni-Netzwerk mit Ehemaligen auf der ganzen Welt verstreut, andererseits, weil die Studenten und Fachkräfte generell sehr offen und kontaktfreudig sind. Als Schweizer sind wir da zu Beginn eher an der unteren Grenze. Zudem mag ich, dass es so viele Möglichkeiten gibt während dieser Ausbildung. Verschiedenste Events werden durch die unzähligen Studenten-Komitees unserer Schule organisiert. Ausserdem ist es möglich, die EHL als Ambassador an einem Selection Day oder einer Hotellerie-Messe irgendwo auf der Welt zu vertreten. Es gibt ausserhalb der eigentlichen Schulstunde so viele interessante Dinge, die man als EHL-Student machen kann dank der Infrastruktur und dem Angebot unserer Schule.

Was begeistert dich an der Hotelbranche?
Es hat immer direkt mit Menschen zu tun. Einerseits ist Teamwork enorm wichtig, andererseits natürlich der Umgang mit den Gästen. Ich bin eine Person, die sehr auf Menschen zu lebt. In einem Hotel trifft man die ganze Bandbreite: Leute von der ganzen Welt, mit den verschiedensten Hintergründen – ich liebe das.
Ich mag auch, dass jeder Tag anders ist. Zudem läuft zu jeder Tages- und Nacht-Zeit etwas in einem Hotel. Die Intensität und Pace gefallen mir sehr. Es ist täglich harte Arbeit, aber die Erlebnisse und Beziehungen, die man dadurch erhält, sind unbezahlbar und für mich das Grösste.

Was darf in keinem Restaurant/Hotel fehlen?
Leidenschaftliches und motiviertes Personal. Das Restaurant oder Hotel kann ein noch so schönes Design haben und am besten gelegen sein – wenn die Einstellung des Personals nicht stimmt, ist das nur die halbe Miete. Von einem materiellen Aspekt her liebe ich es, wenn Hotels und Restaurants Platz für einen schönen Flügel beschaffen. Livemusik ab dem späteren Nachmittag kreiert in meinen Augen immer eine ganz besondere Atmosphäre.

Wo hast du deine letzten Ferien verbracht? [IMG 4]
Letzten Sommer bin ich nach Hong Kong und Japan gereist. In Hong Kong habe ich gute Freunde aus meinem zweiten Praktikum besucht. In Japan war ich das erste Mal und für mich ging hiermit ein Traum in Erfüllung. Die Kultur und das Essen der Japaner faszinieren mich sehr. Glücklicherweise hat mich eine einheimische Schulkollegin herumgeführt. So konnte ich in wenigen Tagen Kyoto, Osaka und Tokyo kennenlernen und eine grosse Vielfalt an kulinarischen Spezialitäten probieren, ohne dabei mit der Sprachbarriere konfrontiert zu werden.

Was machst du in deiner Freizeit am liebsten? [IMG 3]
Ich koche sehr gerne für Freunde. Deshalb kommt es oft vor, dass ich ganz spontan Schulkollegen zum Nachtessen einlade. Wenn ich gerade Zeit habe, kann es sein, dass ich den ganzen Nachmittag vorbereite und koche. Natürlich gehe ich auch gerne auswärts essen. Ich finde es immer sehr spannend, die neusten Food Trends auszuprobieren. Zudem habe ich eine Leidenschaft fürs Klavierspielen. Ich spiele praktisch schon mein ganzes Leben lang. Am meisten Spass macht das Musizieren in der Gruppe. An der EHL haben wir eine Jazzband, mit der wir regelmässig an verschiedenen Events spielen dürfen.

Welche Musik hörst du gerne?
Ich liebe Jazz. Es kommt natürlich ein bisschen auf die Umstände an. Wenn ich joggen gehe, höre ich lieber Hip Hop oder etwas anderes. Aber einen gemütlichen Abend mit Freunden und einem Glas Wein, wird bei mir fast ausschliesslich mit Jazz untermalt.

Welche Webseite/App brauchst du am meisten?
Instagram. Für mich ist es eine gute Art, Neuigkeiten in der Hotellerie zu erfahren. Vor allem seit meinem administrativen Praktikum, wo ich ein halbes Jahr für das Public Relations Department des Upper House in Hong Kong gearbeitet habe, ertappe ich mich besonders oft auf Instagram. Gleichzeitig fühle ich mich dank Instagram auch mit Freunden auf der anderen Seite des Erdballs verbunden.

Was ist dein Lieblingsmenu? [IMG 5]
Ich mag Jakobsmuscheln ganz besonders. Im Claridge’s in London werden diese auf einem schwarzen Gerstenrisotto oder frischer Spargel serviert und beides schmeckt mir sehr. Zudem liebe ich Seezunge und Steinbutt (ich mag auch sehr gern Fleisch, auch wenn das jetzt nicht so aussieht).

Wie würde dein Traum-Hotel aussehen?
Schlicht aber sehr luxuriös. Das Upper House in Hong Kong gefällt mir diesbezüglich sehr gut. Das Design ist ein bisschen fortgeschritten, spielt sich aber  keineswegs auf. Es muss richtig gemütlich sein: Kaminfeuer in mehreren Räumen, inklusive der Lobby. Letztere sollte nicht zu gross und keinesfalls kalt im Design sein – eher Wohnzimmer mässig und diskret. Eine Bar mit täglicher Live Musik darf natürlich neben zwei bis drei modernen Restaurants nicht fehlen. Eine grosse Terrasse mit Panorama auf eine Gebirgskette und oder ein Gewässer wäre fantastisch.
 

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