2017 seien gegenüber dem Vorjahr 5,9 Prozent mehr Lebensmittel verteilt worden, teilte Tischlein deck dich am Dienstag mit. «Das Wachstum verdanken wir neuen Projekten mit Coop und Migros sowie der Zusammenarbeit mit anderen Lebensmittelhilfeorganisationen», wird «Tischlein deck dich»-Geschäftsführer Alex Stähli im Communiqué zitiert.

Der Verein weist darauf hin, dass das Wachstum auch zu steigenden Kosten führe. Seit 2016 hielten die Finanzspenden mit der Entwicklung jedoch nicht mehr Schritt.

Die fast 3000 Freiwilligen helfen dabei, die einwandfreien aber überschüssigen Lebensmittel aus Landwirtschaft, Industrie und Grosshandel zu sammeln. Der Gesamtwert der Waren habe letztes Jahr rund 26 Millionen Franken betragen.

Die Lebensmittel wurden an Menschen verteilt, die am oder unter dem Existenzminimum leben. Die Kundinnen und Kunden müssen sich mit einer Bezugskarte ausweisen und zahlen pro Einkauf einen symbolischen Franken.

Tischlein deck dich weist darauf hin, dass schweizweit pro Jahr zwei Millionen Tonnen qualitativ einwandfreie Lebensmittel vernichtet werden - rund 300 Kilogramm pro Kopf. (sda/npa)

Durchdachtes System
«Tischlein deck dich» verteilt im Wochenrhythmus die geretteten Lebensmittel an 18'400 Menschen, die am oder unter dem Existenzminimum leben, und entlastet so deren Haushaltsbudget. Die Kundinnen und Kunden an den Abgabestellen müssen sich mit einer Bezugskarte ausweisen und zahlen pro Einkauf einen symbolischen Franken. Eine gut funktionierende, effiziente Logistik sorgt dafür, dass die Lebensmittel schnell und unter Einhaltung aller gesetzlichen Lebensmittelvorschriften von den Spendern abgeholt und an die Abgabestellen verteilt werden. 16'611 Kilogramm Lebensmittel werden täglich zu den sechs Logistikplattformen in Baar, Basel, Cadenazzo, Chur, Grenchen und Winterthur transportiert. Dort werden sie umgehend sortiert und verteilt. Ein wohldurchdachtes System hält die Transportwege möglichst kurz und sichert eine effiziente Verteilung, sodass die Qualität der Waren nicht beeinträchtigt wird. Die Logistik-Teams setzen sich aus über 100 Personen in Arbeitsintegrationsprogrammen, aus Zivildienstleistenden und einigen wenigen Festangestellten zusammen.