Die Tourismusverbände haben dazu einen Forderungskatalog erarbeitet und bei Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann eingereicht, wie sie am Sonntag mitteilten. Nach der Abschwächung des Frankens ist die Lage des Schweizer Tourismus so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr. Und das soll auch so bleiben. In Zukunft sollen alle Meldepflichten wie etwa Logiernächte oder Kurtaxen über eine Plattform digital erhoben und automatisiert werden. Gerade für den kleinere- und mittleren Unternehmen (KMU) wäre dies eine grosse bürokratische Entlastung.

Weiter müsse die Marketingorganisation Schweiz Tourismus die überkantonale Vernetzung der Systeme vorantreiben. Dazu gehöre auch eine einheitliche Datenverwaltung und die Bereitstellung von Sharingdiensten für die Tourismusakteure. Auch die Förderungsmöglichkeiten der Schweizerischen Gesellschaft für Hotelkredit (SGH) sollen angepasst werden. Künftig soll die SGH auch für IT- und Automationsprojekte günstige Darlehen geben können. Zudem fordern die Tourismusverbände, dass der Bund eine flächendeckende digitale Infrastruktur sicherstellt. Neben den Ausbau von Breitband werde auch die 5G-Mobilfunktechnologie wichtig sein, um eine um eine erfolgreiche digitale Transformation in allen Regionen der Schweiz zu gewährleisten.

Eine zentrale Stelle
Weiter sind die Tourismusverbände überzeugt, dass es beim Bund eine zentrale Anlaufstelle für Tourismus braucht. Gerade für die kleinere Akteure werde damit der Zugang zu Förderprogrammen erleichtert. Schliesslich fordern die Verbände eine eigenständige Direktion für Tourismus, welche beim Seco anzusiedeln sei.

Den Forderungskatalog erarbeitet haben der Schweizer Tourismusverband, hotelleriesuisse, Gastrosuisse, Parahotellerie Schweiz, Seilbahnen Schweiz, die Konferenz der regionalen Tourismusdirektoren der Schweiz sowie der Verband Öffentlicher Verkehr.

 

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