Die bisherige Kostenschätzung von 14,2 Millionen Franken basierte auf einer Vorstudie, wie die Stiftung Schloss Burgdorf mitteilte. Nun sind neue Altlasten aufgetaucht und der Gastro- und Museumsbetrieb braucht zusätzliche Grundleistungen. Ausserdem hat es Projektänderungen gegeben.Die neue Kostenschätzung bedeutet für den Stiftungsrat, dass sich die bisher schon bestehende Finanzierungslücke von 800'000 Franken auf 3,1 Millionen Franken erhöht.

Nun überprüft man das Bauprojekt und sucht nach «verantwortbaren Einsparungen». Dazu will der Stiftungsrat mit verschiedenen Aktivitäten zusätzliche Gelder generieren.Die Vorbereitungen für ein entsprechendes Konzept seien im Gang, schreibt er. «Entschlossen und mit Zuversicht» werde sich der Stiftungsrat der Aufgabe stellen und die Finanzierung sichern.

Ort der Begegnung mit Restaurant und Jugendherberge
Das nationale Baudenkmal Schloss Burgdorf gehörte bisher dem Kanton Bern. Lange Zeit waren in den historischen Mauern Amtsstuben und ein Regionalgefängnis eingerichtet, bis die Kantonsverwaltung vor ein paar Jahren in einen Neubau am Stadtrand umzog.Am 16. September wird der Kanton Bern, vertreten durch die Vorsteherin der kantonalen Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion, Barbara Egger-Jenzer, der Stiftung das Schloss Burgdorf übergeben, wie diese in der Mitteilung schreibt.

Das Schloss soll künftig ein Ort der Begegnung sein und eine Jugendherberge, Museen, Restaurant und das städtische Trauungszimmer beherbergen. Für die künftige Konzeption der drei Schlossmuseen setzte sich vor einem Jahr eine Basler Agentur mit der Vision von «Wunderkammern» durch.In November 2015 hatte der bernische Grosse Rat 4,4 Mio. Franken aus dem kantonalen Lotteriefonds und zwei Mio. Franken aus ordentlichen Staatsmitteln an den Umbau des Schlosses genehmigt. (sda/og)