Was wünschen Sie sich für den Schweizer Tourismus?

Viele innovative und ökologisch ausgerichtete Projekte.

Was zeichnet einen guten Hotelier aus?

Die Freude im Umgang mit Menschen. Zudem sollte er aktuelle Trends und das Potenzial von gewissen Möglichkeiten und Mitarbeitern erkennen.

Welchen Tipp geben Sie jungen, aufstrebenden Hoteliers?

Sie sollten immer praxisorientiert sein. Auch Auslanderfahrung ist wichtig.

Olivier Gerber führt das neu eröffnete «Alex Lake Zürich» in Thalwil. Der gebürtige Zürcher arbeitete zuvor als Director of Sales & Marketing im Badrutt's Palace Hotel, St. Moritz. Davor betreute er als General Manager die Eröffnung des 4-Sterne-Hotels Marktgasse in Zürich. Der Hotelier verfügt über einen Abschluss an der Ecole hôtelière de Lausanne (EHL) und arbeitete mehrere Jahre im Ausland.

Was ist das Faszinierende an Ihrem Beruf?

Die Vielseitigkeit, kein Tag ist wie der andere. Faszinierend ist auch immer wieder, die Gäste überraschen zu können.

Was mögen Sie an Ihrer Branche nicht?

Dass man zwar weiss, wann der Arbeitstag anfängt, aber nicht, wann er aufhört …

Wie sieht für Sie ein attraktiver Arbeitsplatz aus?

Ein attraktiver Arbeitsplatz sollte ein internationales Umfeld, eine gute Altersdurchmischung, eine konstruktive und stimulierende Entscheidungsfindung sowie gegenseitigen Respekt beinhalten.

Wie begeistern Sie Mitarbeitende in Ihrem Betrieb?

Durch Wertschätzung, dem Weitergeben von Verantwortung und mit einem kommunikativen Führungsstil.

Was darf auf keinen Fall fehlen, wenn Sie auf Reisen gehen?

Das Abenteuer und meine Familie.

Welches Hotel inspiriert Sie und weshalb?

Das «Ett Hem» in Stockholm. Es vermittelt das Gefühl «home away from home» und legt grossen Wert auf «attention to details».

Was würden Sie unternehmen, wenn Sie ein Jahr lang frei hätten?

Ich würde in Kolumbien eine Eco Lodge gründen und Kaffee anbauen.

Wie sorgen Sie für eine Work-Life-Balance?

Mit Bewegung, Yoga und Zeit für die Familie. Auch Verantwortung abgeben zu können, ist wichtig.

Wofür würden Sie sich entscheiden: Punk-Musik in einem 5-Sterne-Hotel oder Walzer in 
einer Jugendherberge?

Punk-Musik in einem 5-Sterne-Hotel.

Was machen Sie als Erstes, wenn Sie als Gast ein Hotelzimmer betreten?

Ich nehme zuerst das Duftkonzept wahr.

Was wollten Sie als Kind einmal werden?

Philosoph.

Welchen Jugendstreich vergessen Sie nie?

Schwierig, da gibt es ein paar …

Welche besondere Fähigkeit würden Sie gerne beherrschen?

Telepathie. Manchmal würde ich gerne wissen, was in den Köpfen der Gäste vorgeht, um besser 
zu verstehen, wo sie der Schuh drückt.

Mit welcher berühmten Person würden Sie gerne Nachtessen?

Mit Michelangelo Buonarroti in der Sixtinischen Kapelle. Die italienische Kultur ist für mich eine grosse Quelle der Inspiration für das Schöne im Leben, und niemand repräsentiert dies mehr als Michelangelo. Die 15 Wanderjahre in Italien haben mich in dieser Hinsicht sehr geprägt.

In wessen Schuhe möchten Sie einen Tag lang schlüpfen?

In diejenigen von Kaiser Naruhito von Japan. Durch meine zahlreichen Geschäfts- und Ferienreisen nach Japan habe ich auch diese Kultur sehr zu schätzen gelernt. 
Was mich besonders fasziniert, 
ist die Balance zwischen Tradition und Fortschritt, welche in Japan wie in keinem anderen Land 
gelebt wird, und die japanische Kaiserfamilie verkörpert diese Gratwanderung wie keine andere Institution. (og)