Skifahren oder Snowboarden ist möglich – meist beschränkt vorerst auf die Wochenenden – in den östlichen Alpen, in der Zentralschweiz, im Wallis sowie im Berner Oberland, wie eine Umfrage von Keystone-SDA ergab. Die Schneefälle am letzten Wochenende bewogen mehrere Bergbahn-Unternehmen, einen Teil des Anlagenparks früher als geplant fahren zu lassen.

Die Schneehöhen oberhalb 2000 Metern über Meer erreichen auf der Alpensüdseite bis zu zwei Meter. Zwischen dem Goms und dem Oberengadin wurden bis zu 150 Zentimeter gemessen. In den übrigen Alpen liegen die Schneemengen grösstenteils jedoch unter einem halben Meter, wie MeteoSchweiz auf Anfrage bekannt gab.

Im Kanton Graubünden plante die Destination Laax den Start in die Vorsaison am Samstag. Gleichsam in letzter Minute musste alles abgeblasen werden: Mit Windspitzen bis zu 150 Kilometern pro Stunde sei der Föhn über die Pisten hinweg gezogen, meldeten die Bergbahnen am Freitagmittag. Der Start in die Vorsaison müsse verschoben werden.

Wintersport sollte in Graubünden trotzdem im Diavolezza-Skigebiet im Engadin möglich sein. Die Station meldete am Freitag Skibetrieb ab dem (morgigen) Samstag.

Auch in Verbier gehts los
Im Wallis lässt die Station Verbier die ersten Anlagen laufen. 60 Zentimeter Schnee lägen jenen Gebieten, die für den Wintersport im November an den Wochenende bereit seien, hiess es. Austoben können sich Schneesportbegeisterte zudem in Saas-Fee und Zermatt, wo das Herbst-Angebot an Pisten vergrössert wurde.

In der Innerschweiz kündigte die Skiarena Andermatt-Sedrun die vorgezogene Öffnung der Transportanlagen zwischen Gurschen und Gurschenalp an. Am Gemsstock soll es in einer Woche losgehen. Das Skigebiet Titlis in Engelberg (OW) informierte, dass Wintersport am Wochenende auf der Ice-Flyer- und der Gletscherpiste möglich ist.

Im Berner Oberland startet das Gletscher-Skigebiet 3000, an der Grenze zwischen dem Saanenland und dem Waadtland gelegen, mit dem Wintersport. An Wochenenden können sich Ski- oder Snowboardfahrer überdies auf der Tschentenalp oberhalb von Adelboden austoben, dank Schnees aus einer «Snowfarm».

1,3 Prozent teurer im Schnitt
Die Preise für Tageskarten und Sechstages-Pässe steigen um 1,3 Prozent im Schnitt, wie der Branchenverband Seilbahnen Schweiz kommunizierte. Wobei jede zweite Bahnunternehmung die Tarife im Vergleich zu letzten Saison unverändert lässt.

Zunehmend in Mode kommen flexible, beispielsweise auf Wetterprognosen basierte Preise, welche die fixpreislichen Ein- und Mehrtageskarten ablösen. Komplett verabschiedet von den Festpreisen haben sich die Skiarena Andermatt-Sedrun, die Skigebiete in Zermatt und jene im Raum St. Moritz-Oberengadin.

Stimmung gut
Zwischen 200 und 350 Millionen Franken investierten die Bergbahnen auf die bevorstehende Wintersaison hin. Andreas Keller, Chefkommunikator von Seilbahnen Schweiz, sagte auf Anfrage, die Stimmung sei gut, vom Sommer her noch, die Branche gehe positiver als auch schon in den Winter.

Untermauert wird die aufgehellte Stimmung unter den Bergbähnlern durch die Wissenschaft. Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) prognostiziert für die Wintersaison einen Anstieg der Logiernächte um 2,3 Prozent.

Für die Bergbahnen sieht KOF ebenfalls bessere Zeiten anbrechen. Dank des konjunkturellen Aufschwungs und guter Wetterbedingungen stieg die Zahl der Ersteintritte letzte Wintersaison erstmals wieder. Für die kommende Saison erwartet die KOF nochmals einen Anstieg. Der längerfristige Trend bei den Ersteintritten bleibt jedoch leicht negativ. (sda)