Mit dem vorerst bis Ende der Sommersaison 2019 angelegten Versuch reagiert der Stadtrat von Winterthur auf den Wunsch zahlreicher Gastronomen, die sich für längere Betriebszeiten eingesetzt hatten.An maximal 18 Tagen pro Sommersaison sollen Gastwirtschaften im Freien nun auch nach Mitternacht betrieben werden können. Dies allerdings nur, wenn aufgrund der örtlichen Verhältnisse und des jeweiligen Betriebskonzepts keine wesentliche Störung der Nachtruhe oder der öffentlichen Ordnung resultiert.

Vom Versuch ist deshalb das Gebiet der Altstadt generell ausgenommen – hier sollen alle Aussenbereiche von Gastrobetrieben weiterhin um Mitternacht geschlossen werden. Der Stadtrat verweist auf die «hohe Konzentration von Gastwirtschaften» und die «allgemeine Lärmbelastung der Wohnbevölkerung in der Innenstadt». Im Vordergrund für den Versuch stehen Gastwirtschaften, die an auch nachts verkehrsreichen Hauptstrassen oder in Industriequartieren liegen, wo nicht mit Immissionen zulasten von Anwohnern zu rechnen sei, schreibt der Stadtrat in einer Mitteilung.

Er verzichtet darauf, Zonen festzulegen, in denen Ausnahmebewilligungen generell zulässig sind: Es soll für jeden einzelnen Betrieb eine Einzelfallbeurteilung vorgenommen werden.Sollte durch den nachmitternächtlichen Betrieb von Gartenbeizen die Nachtruhe gestört werden, können die erteilten Ausnahmebewilligungen auch wieder entzogen werden, hält der Stadtrat fest. (sda/og)