Das Geschäftsjahr 2017 der ZFV-Unternehmungen begann mit einem Paukenschlag, der Übernahme von 23 SBB-Restaurants in der ganzen Schweiz und des Hotels Speer in Rapperswil. Die neuen Betriebe, 34 bis zum Jahresende, haben massgeblich zum Wachstum von 10,7 Prozent beigetragen, schreibt die Gastronomiegruppe in einer entsprechenden Medienmitteilung. Mit einem Umsatz von 273,4 Millionen wurde das Vorjahr um 26,5 Millionen Franken übertroffen.

Nicht ganz mithalten konnte das operative Ergebnis EBTDA (Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Rückstellungen, Steuern und Ausserordentlichem), das mit 24,6 Millionen Franken um 0,9 Millionen unter dem Vorjahr abschloss. Auch das Ergebnis EBIT lag mit 6,7 Millionen Franken leicht unter dem Vorjahreswert. Dank des auf 26,8 Millionen Franken stark gestiegenen Cashflows konnte der Grossteil der Investitionen mit eigenen Mitteln finanziert werden. Diese waren mit 29,1 Millionen deutlich höher als in den Vorjahren.

Ausbau der Sorell Hotels und Expansion ins Tessin
Neben dem Hotel Speer in Rapperswil, das gleich zu Jahresbeginn käuflich erworben wurde, kam es im Dezember mit dem Kauf des Hotels Merian in Basel zu einer weiteren bedeutenden Akquisition im Bereich der Sorell Hotels. Das traditionsreiche Basler Hotel wird am 1. Oktober 2018 von der Christoph Merian Stiftung übernommen. Damit kann der ZFV seine Position auf dem Platz Basel weiter ausbauen.

Das Sorell Hotel Krone in Winterthur erstrahlt nach einem mehrmonatigen Umbau der Zimmer wieder in neuem Glanz. Auch das Restaurant – mit Datum 1448 das älteste in der Stadt – wurde als «Wirtshaus zur Krone» neu gestaltet. Anfang Juli 2017 hat Thomas Kleber die Leitung der Sorell Hotels übernommen und Einsitz in die Geschäftsleitung genommen.

Im Laufe des Jahres 2017 hat sich das Portfolio des ZFV um 34 Betriebe erweitert, darunter befindet sich mit dem SBB-Restaurant in Bellinzona auch der erste Betrieb im Tessin. In der Westschweiz hat sich die Zahl der Betriebe auf 11 erhöht. In Zürich konnte in der zweiten Jahreshälfte die Gastronomie im Technopark übernommen werden. Schliesslich runden zwei neue Outlets der Bäckerei-Konditorei Kleiner das Wachstum des ZFV auf 191 Betriebe ab.

Ausblick und wichtiger Personalentscheid
Aktuell befinden sich acht neue Betriebe in der «Eröffnungs-Pipeline», darunter die Restaurants zum Äusseren Stand in Bern und Grüner Baum auf dem SIG-Areal in Neuhausen sowie ein weiteres Lilly Jo in Basel gegen Ende des Jahres.

Da Regula Pfister das Verwaltungsratspräsidium in einem Jahr abgeben wird, hat der Verwaltungsrat Nadja Lang zu ihrer Nachfolgerin nominiert. Nadja Lang war von 2012 bis Ende April 2017 Geschäftsleiterin von Max Havelaar Schweiz und wirkt heute als Mitglied in verschiedenen Verwaltungsräten. Ihre breite operative und strategische Erfahrung in einem für den ZFV relevanten Umfeld mache sie zur idealen Nachfolgerin. Ihre Wahl erfolgt an der Generalversammlung 2019. (htr/og)


ZFV -Unternehmungen im Überblick
Die ZFV-Unternehmungen wurden 1894 in Zürich gegründet und sind heute ein schweizweit operierendes Unternehmen mit den Tätigkeitsschwerpunkten Hotellerie, Gastronomie und Bäckerei-Konditorei. Zum Unternehmen gehören die 17 Sorell Hotels, verschiedene öffentliche Gourmet-, Trend- und Museumsrestaurants, zahlreiche Personalrestaurants, Cafeterias, Universitäts- und Schulmensen sowie die Kleiner Bäckerei-Konditorei. Der ZFV ist ebenfalls in der Messe- und Stadiongastronomie sowie im Eventcatering tätig. 2017 wurde mit rund 2800 Mitarbeitenden ein Gesamtumsatz von 273,4 Millionen Franken und ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Rückstellungen, Steuern und Ausserordentlichem EBTDA von 24,6 Millionen Franken erzielt.